Fußball Bundesliga
Toppmöller bei "Geißböcken" im Gespräch

Der 1. FC Köln ist auf der Trainersuche offenbar fündig geworden. Klaus Toppmöller bestätigte gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid) Kontakte zu den "Geißböcken" und kündigte an, sich bis Mittwoch zu entscheiden.

Klaus Toppmöller steht offenbar vor einem Engagement als Trainer beim 1. FC Köln. Der 54 Jahre alte Coach bestätigte gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid) Kontakte zu den abstiegsbedrohten "Geißböcken", die am Sonntag den bisherigen Trainer Uwe Rapolder beurlaubten, und kündigte eine Entscheidung bis Mittwoch an.

"Aufgabe würde mich reizen"

"Der FC ist ein interessanter Klub, die Aufgabe würde mich reizen", erklärte "Toppi", der am 17. Oktober 2004 beim Hamburger SV entlassen worden war, nachdem der HSV durch die 0:2-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld am achten Spieltag mit nur sechs Punkten auf den 18. und letzten Platz zurückgefallen war.

Nach eigener Aussage hat Toppmöller, der mit Bayer Leverkusen 2002 das Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid (1:2) erreicht hatte, drei Angebote vorliegen. Neben Köln ist der frühere Nationalspieler als Nationaltrainer in Georgien und beim geplanten Fusionsklub HSW Heidelberg 06 im Gespräch. "Bis Mittwoch will ich mich entscheiden", erklärte Toppmöller. Nach einer 14-monatigen Pause möchte "Toppi" nach eigener Aussage nach der Winterpause wieder ins Trainergeschäft einsteigen.

Daum braucht "internationale Perspektive

Der Trainermarkt bietet außer Toppmöller in Klaus Augenthaler (zuletzt Bayer Leverkusen), Ralf Rangnick (zuletzt Schalke 04) und Matthias Sammer (zuletzt VfB Stuttgart) weitere attraktive Fußball-Lehrer an. Kein Thema ist Köln für Ex-FC-Trainer Christoph Daum. "Ich habe einen Vertrag bis 2007, und ich habe mit "Fener" noch einiges vor. Der FC kann mit Glück den Abstieg vermeiden, aber ich bin ein Trainer, der internationale Perspektiven braucht", sagte der Meistercoach von Fenerbahce Istanbul dem sid.

Doch die Suche nach einem neuen Chefcoach ist nur eine der Kölner Baustellen. Ebenfalls gesucht wird von Klub-Präsident Wolfgang Overath nach dem Rücktritt von Rettig ein neuer Manager. Der langjährige Macher des FC-Lokalrivalen Bayer Leverkusen, Reiner Calmund, steht zwar nicht zur Verfügung, bietet aber an, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. "Wenn Wolfgang Overath meine Hilfe braucht, wird er sie bekommen", sagte "Calli" dem Express.

Zu den möglichen Kandidaten zählt auch Edgar Geenen (früher Bayer Uerdingen, 1 860 München und 1. FC Nürnberg). "Mit mir hat noch niemand Kontakt aufgenommen", sagte Geenen, "das wäre eine sehr interessante Aufgabe, zumal ich halber Kölner bin. Ich denke, im Verein steckt genügend Potenzial, um den Abstieg zu vermeiden." Ihn verwundert allerdings, dass Overath den künftigen Manager bereits in die Trainersuche mit einbinden möchte: "Damit setzt man sich unter ungeheuren Zeitdruck."

Auch Michael Meier im Kandidatenkreis

Weitere potenzielle Manager-Kandidaten beim Geißbock-Klub sind Michael Meier (zuletzt Geschäftsführer bei Borussia Dortmund), der schon Anfang der 80er Jahre in Köln tätig war, und der frühere Schalke -, Gladbach - und Stuttgart-Manager Rolf Rüssmann; zurzeit leitet der Ex-Nationalspieler die 36 Nachwuchsleistungszentren der Profi-Klubs.

Zur Entlassung von Rapolder äußerte sich FC-Star Lukas Podolski im Express. "Wir Spieler sind für die Hinrunde verantwortlich. Die Mannschaft ist in der Pflicht. Wir Spieler haben keine Leistung gebracht, da schließe ich mich auch mit ein", sagte der Nationalstürmer, der auf jeden Fall in der Rückrunde für den FC auf Torejagd gehen und einen vorzeitigen Wechsel ausschloss: "Ich gehe mit dem FC in die Rückrunde."

Über seine Dissonanzen mit Rapolder sagte Podolski: "Jeder Spieler macht sich halt seine eigenen Gedanken, und jeder Trainer verfolgt seine Philosophie. Ich mag es lieber, wenn man mit zwei Spitzen spielt."

© SID

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