Fußball Bundesliga
Topspiel auf Schalke, Stuttgart hofft auf Wende

Am elften Spieltag kommt es in der Bundesliga zum Verfolgerduell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen. Unterdessen will Meister VfB Stuttgart seine Talfahrt im Spiel gegen Bayer Leverkusen beenden.

Am elften Spieltag in der Bundesliga kommt es heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) in Gelsenkirchen zum Verfolgerduell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen. Beide Mannschaften wollen durch einen Sieg den Kontakt zu Tabellenführer Bayern München wahren. Derweil empfängt Meister VfB Stuttgart Bayer Leverkusen und hofft, mit einem Sieg seine Talfahrt zu beenden.

Einsatz von Kuranyi ist fraglich

Um an den Bayern (26 Punkte), aber auch an Bremen und dem am Sonntag in Duisburg spielenden Hamburger SV (je 20) dranzubleiben, muss Schalke (17) unbedingt den vierten Heimsieg gegen Werder in Folge feiern. Vor dem Verfolgerduell stärken dabei die Verantwortlichen dem zuletzt in Rostock und in Chelsea zweimal patzenden Manuel Neuer demonstrativ den Rücken.

"Wir haben uns bewusst für einen jungen Torwart entschieden, und wir stehen zu dieser Entscheidung", sagte Manager Andreas Müller. Und Trainer Mirko Slomka meinte: "Was soll ich mir Sorgen machen. Wir haben alle großes Vertrauen in Manuel." Fraglich ist noch der Einsatz von Torjäger Kevin Kuranyi, der wegen einer Prellung am Wadenbeinköpfchen schon in Chelsea fehlte.

Mertesacker: "Wir wollen unseren Vorsprung auf Schalke ausbauen"

Die Bremer kommen mit dem Rückenwind von drei Bundesliga-Siegen sowie dem Champions-League-Erfolg gegen Lazio Rom nach Schalke, wo sie zuletzt im November 2001 gewannen. "Wir sind zuletzt immer besser geworden. Es wäre schön, wenn das so weitergeht", meinte Torsten Frings. Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker sagte: "Wir wollen zeigen, dass wir zurecht auf dem zweiten Platz stehen, und unseren Vorsprung auf Schalke ausbauen."

Ganz andere Sorgen hat da Meister Stuttgart, der bei einer weiteren Niederlage gegen Bayer Leverkusen sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen könnte. Intern hat Manager Horst Heldt zuletzt einige Spieler deutlich härter angefasst. Den Platz des rotgesperrten Fernando Meira nimmt wohl Amateur David Pisot ein. Den Platz des ebenfalls gesperrten Pavel Pardo im Mittelfeld übernimmt Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, der nach überstandener Fußverletzung zurückkehrt.

Leverkusen will trotz der kurzen Erholungsphase nach dem Uefa-Cup-Spiel am Donnerstag gegen Toulouse in Stuttgart etwas holen. "Es ist unmöglich, bis Samstag zu regenerieren", sagte Stefan Kießling, wollte aber nicht weiter jammern: "Es war unser Ziel, international zu spielen. Da gehören Anstrengungen dazu. Aber dann ruhen wir uns halt einen Tag aus und holen in Stuttgart drei Punkte." Trainer Michael Skibbe will einige personelle Änderungen vornehmen, der bislang enttäuschende Torschützenkönig Theofanis Gekas fehlt wegen einer Magen-Darm-Infektion.

Rostock empfängt Karlsruhe zum Aufsteigerduell

VfB-Tabellennachbar Hansa Rostock will im Aufsteigerduell mit dem Karlsruher SC gegen die "dritte Spitzenmannschaft in Folge" (Trainer Frank Pagelsdorf) nach Stuttgart und Schalke ebenso wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holen wie die um einen Zähler schlechteren Teams des 1. FC Nürnberg und VfL Bochum. Die Franken wollen nach dem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt auch in Wolfsburg punkten, obwohl Trainer Hans Meyer vor allem den Brasilianer Marcelinho ("Ein begnadeter Fußballer, der beste, den ich je hatte") fürchtet.

Bochums Trainer Koller will bei Hertha BSC Berlin im Duell mit seinem Schweizer Landsmann Lucien Favre seine Serie fortsetzen, die Berliner setzen dagegen angesichts von nur 27 000 im Vorverkauf abgesetzten Karten besondere Anreize für die Fans: Die Aktion drei für zwei gilt allerdings nicht für Karten, sondern für Bratwürste.

Bei Schlusslicht Energie Cottbus, das noch auf den ersten Sieg und das erste Auswärtstor wartet, löst in Bielefeld Torhüter Gerhard Tremmel seinen zuletzt glücklosen Vorgänger Tomislav Piplica ab.

© SID

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