Fußball Bundesliga
Topspiel in Leverkusen - HSV trifft auf Wolfsburg

Im Topspiel der Bundesliga kommt es im Rahmen des achten Spieltages heute zum Duell zwischen Verfolger Bayer Leverkusen und Tabellenführer Bayern München. FCB-Trainer Ottmar Hitzfeld nennt die Partie "richtungsweisend".

Im Rahmen des achten Spieltages stehen heute sechs Begegnungen auf dem Programm. Das Spitzenspiel steigt ab 15.30 Uhr (live bei Premiere) in der Leverkusener Bayarena. Dort gastiert Spitzenreiter Bayern München bei Verfolger Bayer Leverkusen. Zeitgleich feiert der Hamburger SV an seinem Jubiläumstag ein Wiedersehen mit Felix Magath.

"Wenn wir diese Hürde nehmen, sind wir auf dem richtigen Weg", sagte Hitzfeld vor dem Spiel bei der Mannschaft der Stunde aus Leverkusen, die mit zwei Auswärtssiegen in Hannover und Nürnberg viel Selbstvertrauen getankt hat. Doch von Bayern-Jagd unterm Bayer-Kreuz ist keine Rede. "Das ist nicht unser Thema", sagte Trainer Michael Skibbe, "wir wollen noch ein Spitzenteam werden".

Einsatz von Schneider noch fraglich

Skibbe hofft auf die Rückkehr von Nationalspieler Bernd Schneider, dem es nach seiner Knieprellung wieder besser geht. Ein abschließender Test am Spieltag soll klarstellen, ob Schneider auflaufen kann. Und während Stürmer Stefan Kießling nach seinen beiden Toren gegen Hannover und Nürnberg "heiß" auf die Bayern ist ("Sie sind durchaus verwundbar"), bleibt Skibbe zurückhaltend und nimmt die Fans in die Pflicht.

"Mit zwölf gegen elf haben wir eine gute Chance. Ich hoffe, dass alle Zuschauer hinter uns stehen, das hat sich die Mannschaft verdient, jeder einzelne Spieler, auch Sergej Barbarez und ich", sagte Skibbe mit Blick auf die bevorzugten "Buhmänner" der Bayer-Anhänger.

Auch Sportdirektor Rudi Völler hält sich mit Kampfansagen zurück, obwohl sein Team nur drei Punkte Rückstand auf die Bayern vorweist. "Es gibt keinen Grund abzuheben. Wichtig ist, das wir uns für die Gruppenphase im Uefa-Cup qualifizieren", meinte der ehemalige DFB-Teamchef hinsichtlich des Erstrunden-Rückspiels bei Uniao Leiria am Dienstag (Hinspiel: 3:1).

Hitzfeld warnt sein Team eindringlich. "Bayer hat sich gut entwickelt, das ist eine Mannschaft mit viel Potenzial. Sie ist in einer Top-Verfassung", meinte der Münchner Coach, der das Supertalent Toni Kroos (17) trotz der starken Vorstellung beim 5:0 gegen Cottbus wieder ins Regionalliga-Team zurückbeorderte.

Hamburger SV will in Lauerstellung bleiben

Der HSV, der vier Punkte hinter den Bayern liegt, will derweil an seinem großen Jubiläumstag den Kontakt nicht abreißen lassen. Am Samstag genau vor 120 Jahren wurde der spätere Europapokalsieger der Landesmeister gegründet, und gegen den VfL Wolfsburg bestreitet das einzige noch nie abgestiegene Bundesliga-Gründungsmitglied sein 1 500. Spiel in Deutschlands höchster Fußball-Liga.

"Wir wollen unseren Teil zur Feier beitragen und drei Punkte holen", meinte Abwehrspieler Nigel de Jong. Magath, der mit dem HSV als Spieler drei Meisterschaften feierte und 1983 beim legendären Europapokalsieg gegen Juventus Turin das Tor zum 1:0-Triumph erzielte, konzentriert sich rein aufs Sportliche. Das 1:1 gegen Werder Bremen, das am Samstag gegen Arminia Bielefeld den 13. Heimsieg im 14. Spiel fest einplant, habe seinem Team Selbstvertrauen gegeben, sagte der Trainer, Manager und Sportdirektor des VfL: "Wir wollen in Hamburg ein Pünktchen mitnehmen".

Weiter für Furore will der Karlsruher SC sorgen, der nach dem 1:0 bei Eintracht Frankfurt mit zwölf Punkten bester Aufsteiger ist. Die Chancen stehen gut, denn Gegner Borussia Dortmund ist nach dem 0:3 gegen den HSV angeschlagen. "Die Zeit der Ausreden ist vorbei", meinte BVB-Coach Thomas Doll.Auch bei Pokalsieger 1. FC Nürnberg wird nach dem Sturz auf den vorletzten Platz der Ton allmählich rauer. Deshalb soll der zuhause noch sieglose Club nach dem Willen von Trainer Hans Meyer die "katastrophalen und beängstigende Heimbilanz" im Spiel beim VfL Bochum "wieder ausgleichen". Auch die Bochumer sind nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen angeschlagen, obwohl Trainer Marcel Koller behauptet: "Es gibt noch keinen Grund, nervös zu werden."

Auch beim deutschen Meister VfB Stuttgart will niemand den 1:0-Arbeitssieg gegen Bochum überbewerten. "Wir müssen bescheiden bleiben und uns den Erfolg weiter hart erarbeiten", meinte Coach Armin Veh vor dem Auftritt bei Hansa Rostock. Gedanken an das Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona am Dienstag sind bei den Schwaben bis zur Heimreise von der Ostsee tabu.

© SID

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