Fußball Bundesliga
Topspiel zwischen HSV und Hertha richtungsweisend

Im Topspiel des 30. Spieltags der Bundesliga empfängt der Hamburger SV im Rennen um den Meistertitel heute Hertha BSC Berlin. Werder Bremen tritt zeitgleich beim 1. FC Köln an.

Dem internationalen Geschäft folgt wieder der Kampf um die Meisterschaft, folgt wieder das internationale Geschäft, folgt ... Die Bundesligakicker vom Hamburger SV befinden sich weiterhin in der Endlosschleife zwischen Bundesliga und Uefa-Cup. Heute (17.00 Uhr/live bei Premiere) steht für sie nach dem ersten Halbfinale bei Werder Bremen schon wieder eine immens wichtige Partie an: Im Kampf um den nationalen Titel, mindestens aber die Teilnahme an der lukrativen Champions League, erwartet der Tabellenfünfte aus der Hansestadt (54 Punkte) die nur einen Zähler bessere Hertha aus Berlin.

Topspiel gegen HSV "richtungsweisend"

Im Schatten der Rückkehr von Jupp Heynckes zu Bayern München und den Gerüchten um Trainer Felix Magath vom Tabellenführer VfL Wolfsburg ist das Duell zwischen dem HSV und Hertha von der Papierform her das Topspiel des 30. Spieltages. "Das HSV-Spiel ist für uns richtungsweisend", sagt Herthas Mittelfeldspieler Pal Dardai, "um oben dabei zu bleiben, müssen wir dieses Schlüsselspiel unbedingt gewinnen."

Hamburgs Dauergegner Werder Bremen kann dagegen vor dem Rückspiel um die Reise zum Uefa-Cup-Finale nach Istanbul am Donnerstag in Hamburg in der Liga wieder Kräfte schonen. Die Grün-Weißen reisen heute zur für sie bedeutungslosen Partie beim 1. FC Köln. Für den Tabellenzehnten ist die Meisterschaftssaison schließlich abgehakt, die Konzentration gilt vor allem der nächsten Partie in Hamburg, wo Werder die 0:1-Niederlage vom Donnerstag noch umbiegen will.

Duell in Köln "eine enge Geschichte"

Es ist deshalb kaum anzunehmen, dass sich die Bremer in der Domstadt ein Bein ausreißen werden. Wahrscheinlich wird der angeschlagene Hugo Almeida (Schlag auf die Ferse) geschont. "Die Kölner sind eine kompakte Mannschaft", sagt Trainer Thomas Schaaf zum Tabellen-Zwölften, für den es eigentlich auch nur noch darum geht, die eigenen Fans zu erfreuen, "das wird eine enge Geschichte."

Die ist auch in Hamburg zu erwarten. In Hertha und dem HSV treffen die beiden effektivsten Mannschaften der Liga aufeinander. Hertha hat zwölf Siege mit einem Tor Unterschied herausgeschossen, der HSV sogar 13, das ist der absolute Spitzenwert. "Wir müssen gegen Hertha Geduld haben. Sie spielen ein System, in dem sie sehr tief stehen", erklärt HSV-Coach Martin Jol, "sie nutzen dann die wenigen Chancen und gewinnen knapp."

Sein Kollege Lucien Favre kann das nur bestätigen: "Fakt ist, dass wir unsere wenigen Torchancen optimal genutzt haben und dass es schwierig ist, gegen uns Tore zu erzielen", sagt der Hertha-Trainer. Der Schweizer muss allerdings noch einmal auf den gesperrten Torjäger Andrej Woronin verzichten und bangt auch um Mittelfeldspieler Patrick Ebert (Mittelfußprellung).

Bei den Hamburgern fällt Mittelfeldspieler Alex Silva (Oberschenkel-Zerrung) sicher aus. Auch Mladen Petric (Fleichwunde) und Marcell Jansen (Rippenprellung) werden noch fehlen. Regeneration ist das oberste Gebot bei den gestressten Hanseaten, die auf die positive Stimmung aus dem Uefa-Cup und die Unterstützung ihrer Fans hoffen: "Wir nehmen den Schwung aus dem Uefa-Cup mit. Zusätzlich spielen wir vor unseren überragenden Fans im eigenen Stadion", erklärte Verteidiger Joris Mathijsen.

© SID

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