Fußball Bundesliga
"Torfabrik" Bremen will gegen Cottbus vorlegen

Mit einem Sieg gegen Energie Cottbus könnte Werder Bremen am zehnten Bundesliga-Spieltag heute im Kampf um die Tabellenspitze vorlegen. Die Verfolger Bayern und Schalke treten erst am Sonntag gegeneinander an.

Die "Torfabrik" der letzten Wochen hat sich den zehnten Bundesliga-Spieltag schon komplett ausgemalt: Gegen Energie Cottbus heute den siebten Pflichtspielsieg in Serie einfahren und am Sonntag dann in Ruhe schauen, ob sich Schalke 04 und Bayern München im Verfolgerduell gegenseitig die Punkte wegnehmen - so sieht die Idealvorstellung von Spitzenreiter Werder Bremen aus. Doch Trainer Thomas Schaaf warnt davor, den frechen Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Wir wären vermessen, wenn wir glaubten, wir könnten nicht mehr verlieren. Gegen Cottbus haben wir uns immer schwer getan, deshalb gehe ich davon aus, dass es auch diesmal kein Spaziergang wird", meint Schaaf, dessen Team bei vier Siegen in der Bundesliga und zwei Erfolgen in der Champions League 23 Treffer produziert hat. "Ein Vergleich "David gegen Goliath" wäre noch geschmeichelt. Wir sind kleiner als David", sagt Energie-Trainer Petrik Sander, dessen Mannschaft überraschend auf Rang sechs steht.

Schaaf droht der Ausfall von Torjäger Miroslav Klose. Der WM-Torschützenkönig musste wegen eines grippalen Infektes beim Abschlusstraining am Freitag passen. Dennoch reiste Klose mit ins Mannschaftshotel. Sollte er ausfallen, stünde Ivan Klasnic als Ersatz bereit.

Zudem ist heute gegen Arminia Bielefeld auch Borussia Dortmund gefordert. Dabei trifft BVB-Trainer Bert van Marwijk auf Thomas von Heesen, der als sein potenzieller Nachfolger gehandelt wird. Ex-Profi von Heesen erklärt allerdings, dass er mit niemandem aus dem BVB-Lager gesprochen habe und konzentriert sich ganz auf die Arminia. "Wir wollen nachlegen", fordert er nach dem 5:1-Erfolg gegen Aachen.

Leverkusen will "alte Rechnung" mit Mainz begleichen

Bayer Leverkusen muss nach dem Willen von Sportdirektor Rudi Völler dem 2:0 in Mönchengladbach einen Sieg gegen den angeschlagenen FSV Mainz folgen lassen - zumal da noch eine Rechnung offen ist. "Es wird Zeit, dass wir gegen Mainz gewinnen", sagt Trainer Michael Skibbe angesichts zweier Niederlagen in der vorigen Saison: "Aber Serien sind dazu da, sie zu kippen."

Sein Gegenüber Jürgen Klopp will das auch, schließlich sind der Kult-Klub und sein Trainer seit acht Spielen sieglos, zuletzt gab es drei Pleiten in Folge mit dem 1:6 gegen Bremen als Tiefpunkt. Klopp, wegen seiner TV-Präsenz selbst in die Kritik geraten, hatte sein Team von Montag bis Mittwoch zu einem Trainingslager im Westerwald zusammengezogen, wo es auch eine mannschafts-interne Aussprache gab.

"Irgendwann ist aber genug geredet, da muss wieder Fußball gespielt werden", fordert Klopp, der sich eine "brutale Verlängerung" der wenigen guten Phasen aus der Bremen-Pleite wünscht. Frustbewältigung betreiben will auch Alemannia Aachen nach dem 1:5 in Bielefeld und dem VfB Stuttgart den möglichen Sprung auf Platz zwei verderben.

Wolfsburg will leichten Aufwärtstrend fortsetzen

Der VfL Wolfsburg will im Nordderby gegen den Hamburger SV seinen leichten Aufwärtstrend fortsetzen. "Wir hatten eine positive Woche, aber erst gegen den HSV wird sich zeigen, ob wir wirklich das nötige Selbstvertrauen haben", sagt Trainer Klaus Augenthaler, der sich zuletzt vor allem auf Mike Hanke verlassen konnte, der vier der letzten fünf Tore erzielte.

Einen solchen Torjäger hätte HSV-Coach Thomas Doll auch gerne, dessen Team erst eines von 16 Pflichtspielen gewann, aber auswärts auch erst einmal verlor. Nach der vierten Champions-League-Pleite am Mittwoch gegen Porto kritisierte Doll aber auch erstmals seine Spieler: "Ich glaube nicht, dass alle alles gegeben haben. Nur wer richtig mitzieht, wird weiter das HSV-Trikot tragen."

Der 1. FC Nürnberg, letztes ungeschlagenes Team der Liga, könnte bei Hertha BSC Berlin mit dem achten Unentschieden in Serie einen Bundesliga-Rekord von Waldhof Mannheim einstellen.

© SID

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