Fußball Bundesliga
Trainer heben den FC Bayern aufs Favoritenschild

Die Bundesliga-Trainer sind sich vor Beginn der neuen Spielzeit in puncto Meisterschaft sicher: 16 von 18 Coaches sehen den FC Bayern München als ersten Anwärter auf den Titelgewinn. Nur Skibbe und Hecking scheren aus.

Wenn es nach den Bundesliga-Trainern geht, ist Rekordmeister FC Bayern München der Titel in der kommenden Saison nicht mehr zu nehmen. Für 16 von 18 Coaches sind die Münchner der Meisterschaftsfavorit, nur fünf nennen in einem Atemzug mit den Bayern noch weitere Kandidaten. Wie Exoten müssen sich da Michael Skibbe (Bayer Leverkusen) und Dieter Hecking (Hannover 96) vorkommen, die als einzige das Starensemble von Ottmar Hitzfeld nicht ganz oben auf der Rechnung haben.

Skibbe sieht Bremen vorne, Hecking Schalke

"Für mich ist Werder Bremen der Favorit. Auch nach dem Abgang von Miroslav Klose haben die Bremer eine gute Offensiv-Abteilung und mit Diego große Kreativität im Mittelfeld", erklärte Skibbe, der mit Bayer Leverkusen "in zwei Jahren" selbst wieder um die Meisterschaft mitspielen will. Hecking ist dagegen überzeugt, dass Vizemeister Schalke 04 diesmal die besten Karten hat.

Mehr oder weniger dankbar überlassen derweil Armin Veh von Titelverteidiger VfB Stuttgart und Schalkes Mirko Slomka den Bayern die Favoritenrolle, frei nach dem Motto: je weniger Druck, desto besser.

"Wir können nicht sagen, dass wir den Titel verteidigen müssen. Das hat nichts mit Bescheidenheit zu tun. Das wäre großmäulig, und das sind wir nicht. Die Bayern sind mit Sicherheit der Favorit", sagte Veh, fügte aber hinzu, dass Favoriten ja nicht immer Meister würden.

Slomka fand eine diplomatische Antwort, die auch die erwartungsfrohesten Schalker Fans zufriedenstellen dürfte. "Unser Ziel ist die erneute Qualifikation für die Champions League, und wenn man um Platz eins bis drei mitspielt, dann spielt man automatisch um den Titel mit", sagte der Schalke-Coach, der die Bayern aber "eindeutig" in der Favoritenrolle sieht.

In diesem Punkt ist sich Thomas Schaaf von Werder Bremen nicht so sicher. In München habe man mächtig zugelegt, aber man müsse die Entwicklung abwarten. "Die Schalker und wir lagen in der letzten Saison auch vor den Bayern, wenn ich daran erinnern darf. Auch Stuttgart ist natürlich zu beachten", meinte Schaaf.

Übliche Verdächtige als Konkurrenten auf dem Zettel

Sämtliche "großen Vier" haben neben Schaaf nur noch Huub Stevens (Hamburger SV), Marcel Koller (VfL Bochum) und Ernst Middendorp (Arminia Bielefeld) auf dem Zettel. Frank Pagelsdorf von Aufsteiger Hansa Rostock sieht nur Werder als ernsthaften Bayern-Konkurrenten.

Zu den Trainern, die die Münchner deutlich favorisieren, gehört auch Thomas Doll von Borussia Dortmund. Doch er will genau wie einige seiner Kollegen den Tipp nicht als Vergabe eines Freifahrtscheins verstanden wissen: "Eine Titelgarantie gibt es für sie nicht. Niemand wird in Ehrfurcht erstarren."

In München geht Hitzfeld mit der vertrauten Favoritenrolle - in der letzten Saison traute sich kein einziger Trainer, die am Ende viertplatzierten Bayern nicht als (Mit-)Favorit zu nennen - erwartungsgemäß locker um. "Das Ziel ist hier immer das gleiche, dass man möglichst viele Titel holt. Natürlich wollen wir wieder an die Spitze kommen, wo der FC Bayern hingehört - auch international", erklärte Hitzfeld, der allerdings das zusammengekaufte Starensemble um Weltmeister Luca Toni, Franck Ribery und Miroslav Klose zu einer Einheit formen muss. Deshalb lässt sich selbst Hitzfeld eine Hintertür auf: "Was wir brauchen, ist Zeit."

© SID

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