Fußball Bundesliga
Trainer Slomka streicht Asamoah aus Schalkes Kader

Gerald Asamoah ist für das Spiel bei Hertha BSC Berlin aus dem Kader von Bundesligist Schalke 04 gestrichen worden. Der Stürmer hatte sich abfällig über Trainer Mirko Slomka geäußert.

Gerald Asamoah wird nicht am Meisterschaftsspiel heute (17.00 Uhr/live bei arena) bei Hertha BSC Berlin auflaufen. Schalkes Trainer Mirko Slomka strich den Stürmer aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader. Asamoah hatte sich im internen Kreis abfällig über den Coach geäußert.

"Gerald hatte im Mannschaftskreis angekündigt, dass er dem Trainer in der Öffentlichkeit Probleme bereiten werde, wenn er nicht alsbald in der Bundesliga von Anfang an spielen würde. Dieser Vorgang, der schon einige Tage zurückliegt, ist jetzt eher zufällig durchgesickert. Wir haben Gerald dazu befragt, und er hat die Aussage eingeräumt. Ein solches Verhalten ist absolut inakzeptabel und verstößt gegen den Teamgeist. Daher hat Mirko Slomka die richtige Entscheidung getroffen, ihn nicht nach Berlin mitzunehmen. Die weitere Entwicklung wird im Verein beraten", erklärte Manager Andreas Müller die Ausbootung Asamoahs.

Die disziplinarische Maßnahme von Slomka gelte zunächst nur für die Begegnung in Berlin, teilten die Königsblauen mit.

Asamoah schließt Wechsel nicht aus

Der 27-Jährige bestätigte die Version am Sonntag nur teilweise. "Ich habe mich mit einem Spieler unterhalten, wie wir es andauernd in der Kabine tun. Dabei habe ich unter anderem gesagt: Wenn ich fit bin und nicht spiele, dann gibt es Probleme. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich etwas in der Öffentlichkeit sagen werde", erklärte Asamoah der Zeitschrift Reviersport.

Der Nationalspieler zeigte sich enttäuscht über den Verrat des Kollegen und die harte Maßnahme des Klubs. "Ich bin seit acht Jahren hier und habe mir noch nie etwas zuschulden kommen lassen", meinte der dienstälteste Schalker Spieler: "Auch jetzt habe ich keinen Fehler gemacht, finde die Maßnahme nicht richtig und fühle mich verletzt." Asamoah kündigte für Montag ein Gespräch mit Müller an und schließt offenbar sogar einen Abschied aus Gelsenkirchen nicht aus. "Ich bespreche jetzt mit meinem Berater, wie es weiter geht", sagte er: "Mein Herz hängt an Schalke, aber die Geschichte muss geklärt werden."

© SID

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