Fußball Bundesliga
Trainerfrage in Dortmund noch nicht geklärt

Am Sonntag verkündete Thomas Doll den Rücktritt als Trainer von Borussia Dortmund. Nun bleibt abzuwarten, wer seinen Posten übernimmt. Als großer Favorit gilt Jürgen Klopp.

Einen Tag nach dem Rücktritt von Thomas Doll bei Pokalfinalist Borussia Dortmund halten sich die Verantwortlichen über den zukünftigen Trainer mächtig zurück. "Wir stehen nicht unter dem ganz großen Druck. Aber mit Blick auf die weitere Saisonplanung wäre es natürlich von Vorteil, wenn wir zeitnah einen neuen Trainer verpflichten würden", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Dienstag.

Den gängigen Spekulationen nach Trainerentlassungen wollte der ehemalige Bundesligaprofi keine neue Nahrung geben. Auch Jürgen Klopp, der als der ganz große Favorit auf die Nachfolge Dolls gehandelt wird, ließ nichts raus. Fest steht bislang nur, dass der 40-Jährige den Zweitligisten FSV Mainz 05 nach 18 Jahren verlassen, am Freitag auf einer Party verabschiedet wird und zuvor mehrfach die tolle Stimmung in der Dortmunder WM-Arena gelobt hatte. Auf Seiten des BVB ist man sich offenbar noch nicht sicher, welches Profil der 39. Trainer in der bislang 41-jährigen Dortmunder Bundesliga-Geschichte haben soll. Laut Westfälischer Rundschau müsse der neue Mann "international erfahren", aber kein "Kumpeltyp" wie Doll sein. Das treffe dann wohl weniger auf Klopp zu.

Alternativen zu Klopp?

Die Frage, ob es fahrlässig sei, sich nur auf einen Jürgen Klopp zu konzentrieren, beantwortete Hans-Joachim Watzke wie folgt. "Nein, das ist nicht fahrlässig", sagte der Geschäftsführer und ließ noch einen Allgemeinplatz fallen: "Vielleicht kommt es doch anders." Als Namen neben Klopp kursieren Leo Beenhakker (Nationaltrainer Polen), Christian Gross (FC Basel) oder Branko Ivankovic (Dinamo Zagreb).

In Dortmund will man nach den gerade einmal 14 Monaten mit dem erfolglosen Thomas Doll und der schlechtesten Platzierung in der Bundesliga seit 20 Jahren offensichtlich keinen Schnellschuss machen. 38 Trainer in 41 Bundesligajahren - der BVB-Stuhl ist ein Schleudersitz. Ottmar Hitzfeld (1991 bis 1997) und Matthias Sammer (2004 bis 2004) konnten sich am längsten halten und drei Meisterschaften (1995, 1996 und 2002) sowie die Champions League 1997 feiern.

Trainerentscheidung soll noch diese Woche fallen

"Es wäre wünschenswert, wenn wir noch in dieser Woche eine Entscheidung hätten, aber es muss nicht sein", sagte Watzke. Der Trainingsauftakt ist am 2. Juli, in Verteidiger Felipe Santana von Figueirense FC wurde bereits der erste Neuzugang vermeldet. Interesse besteht weiter am Serben Marko Basa vom französischen Erstligisten UC Le Mans, für den man angeblich 5,5 Mill. Euro geboten hat.

12 bis 15 Mill. Euro sollen in frisches Personal investiert werden. Aber das muss der Trainer eigentlich mit auswählen. Perfekt ist der Wechsel des Schweizer Nationalspielers Philipp Degen vom BVB zum englischen Rekordmeister FC Liverpool. Weil der Vertrag des 25-Jährigen in Dortmund auslief, kostet der Verteidiger Liverpool keine Ablöse.

© SID

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