Fußball Bundesliga
Turbine Potsdam droht Geisterstimmung

Wegen einer Anwohnerklage droht in der Heimstätte von Turbine Potsdam Geisterstimmung. "Das Mitführen von Fanfaren, Pauken, Trommeln, Trompeten und Drucklufthörnern ist verboten", heißt es nun in der Stadionordnung.

Mit "Pauken und Trompeten" kann der deutsche Frauenfußball-Meister Turbine Potsdam zumindest vor heimischer Kulisse künftig wohl nicht mehr untergehen. Die Fans des Titelverteidigers und von Oberligist SV Babelsberg dürfen möglicherweise in Zukunft alle Gerätschaften, die Lärm erzeugen, nicht mehr mit ins Karl-Liebknecht-Stadion nehmen. Nachdem ein Anwohner beim Landgericht Potsdam wegen Lärmbelästigung geklagt hatte, wurde die Stadionordnung geändert: "Das Mitführen von Fanfaren, Pauken, Trommeln, Trompeten und Drucklufthörnern ist verboten", heißt es nun darin.

Die Klausel ist rein vorsorglich, denn ein Urteil gibt es noch nicht. Derzeit laufe das Ende der Beweisaufnahme, sagte Turbine-Geschäftsführer Bernd Kühn. Ein Sachverständiger soll demnächst Lärmmessungen vornehmen. Im Extremfall droht allerdings die Schließung des Stadions, das sich im Besitz von Babelsberg befindet, für Großveranstaltungen.

© SID

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