Fußball Bundesliga
Übeltäter Alpay drohen ernsthafte Konsequenzen

Özalan Alpay drohen nach seinem Ellenbogen-Check gegen einen HSV-Spieler ernsthafte Konsequenzen. Der Kontrollauschuss des DFB und der Arbeitgeber des Spielers, der 1. FC Köln, kündigten Untersuchungen an.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) erhebt Anklage gegen den türkischen Nationalspieler Alpay vom Bundesligisten 1. FC Köln. Der Abwehrspieler hatte sich in der 64. Minute des Bundesligaspiels am Samstag beim Hamburger SV (1:3) einen Ellbogen-Check gegen HSV-Verteidiger Guy Demel erlaubt.

Auch sein Arbeitgeber reagierte. "Wir haben ihm am Sonntag mitgeteilt, dass wir ihn arbeitsrechtlich bestrafen. Der Trainer hat danach erklärt, dass er ihn für das Spiel gegen Duisburg nicht mit in den Kader nehmen wird", sagte Manager Andreas Rettig im DSF-"Doppelpass".

Auf Grund der TV-Bilder kann Alpay nachträglich bestraft werden

Die Tätlichkeit Alpays hatte Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz) laut eigener Aussage nicht gesehen. Auf Grund der TV-Bilder kann Alpay nun nachträglich bestraft werden. Ihm droht eine längere Sperre. Alpay war bereits in der Halbzeitpause mit dem Ex-Dortmunder aneinander geraten. Der Routinier war erst unter der Woche wegen seiner unrühmlichen Rolle im Anschluss an das WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz im vergangenen Monat in Istanbul durch den Weltverband Fifa in Zürich vernommen worden.

Wie DFB-Pressesprecher Harald Stenger am Sonntag mitteilte, wird der Kontrollausschuss dem Unparteiischen Drees allerdings am Montag nochmals Gelegenheit geben, zu den Vorkommnissen in Hamburg Stellung zu beziehen.

Ermittlungen nach dem Trommelstockwurf

Der Kontrollausschuss nimmt zudem die Ermittlungen nach dem Trommelstockwurf gegen HSV-Profi Alexander Laas auf. Der Hamburger hatte nach dem HSV-Treffer zum 2:0 (58.) durch das Wurfgeschoss, das aus dem Kölner Fanblock geschleudert wurde, eine klaffende Platzwunde an der Stirn erlitten.

Das DFB-Sportgericht kann theoretisch gegen den 1. FC Köln sogar eine Platzsperre aussprechen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Rheinländer mit einer hohen Geldstrafe bedacht werden. Manager Andreas Rettig hatte sich nach dem Spiel bei den Gastgebern und bei Laas für das unverantwortliche Verhalten eines offenbar unverbesserlichen FC-Fans entschuldigt.

Der Haupttäter wurde unterdessen identifiziert. Am späten Samstagabend hatte er sich dem FC-Fanbeauftragten Rainer Mendel anvertraut. Der unmittelbar nach Spielschluss gefasste Mittäter war zwar nicht für die Verletzung Laas verantwortlich, muss durch die Beteiligung an den Vorkommnissen aber ebenfalls mit einer Bestrafung rechnen. Dies teilte der 1. FC Köln mit.

© SID

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