Fußball Bundesliga
Uefa-Pokal-Teilnehmer bleiben unter sich

Die vier Uefa-Pokal-Teilnehmer tragen die Sonntagbegegnungen des vierten Bundesliga-Spieltages unter sich aus. Dabei trifft um 17 Uhr Hertha BSC Berlin auf Schalke 04, Bayer Leverkusen muss in Frankfurt ran.

Nach dreiwöchiger Bundesliga-Pause und dem Kräftemessen mit Europas Top-Klubs im Uefa-Pokal stehen sich in den Sonntagspartien am vierten Spieltag ausgerechnet die vier deutschen Uefa-Pokal-Teilnehmer gegenüber (17 Uhr/live bei arena). Im Berliner Olympiastadion treffen dabei in Hertha BSC und Schalke 04 zwei bisher noch ungeschlagene Teams aufeinander. In Frankfurt kommt es zum Duell der mit drei Unentschieden gestarteten Eintracht gegen Bayer Leverkusen, das in dieser Saison schon die Erfahrung von Sieg, Remis und Niederlage gemacht hat.

Die Erwartungen für das Schalke-Spiel bewusst herunter geschraubt hat Hertha-Manager Dieter Hoeneß nach dem nicht zufriedenstellenden 2:2 im Uefa-Cup gegen Odense BK: "Wenn es nach einem tollen Spiel unentschieden endet, bin ich zufrieden. Ich mache nicht alles vom Ergebnis abhängig."

Um gegen Schalke zu bestehen, ist vor allem eine Steigerung in der Defensive nötig, wo den Berlinern gegen Odense ein Eigentor durch Josip Simunic und zahlreiche weitere Pannen unterliefen. "Wir werden darüber sprechen. Die Fehler dürfen sich nicht wiederholen", kündigte Coach Falko Götz an.

Schalke tritt in Berlin ohne Asamoah an

Ohne Gerald Asamoah tritt Schalke in Berlin an. Der Stürmer war von Trainer Mirko Slomka aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden. Asamoah hatte sich zuzvor im internen Kreis abfällig über den Coach geäußert.

"Gerald hatte im Mannschaftskreis angekündigt, dass er dem Trainer in der Öffentlichkeit Probleme bereiten werde, wenn er nicht alsbald in der Bundesliga von Anfang an spielen würde. Dieser Vorgang, der schon einige Tage zurückliegt, ist jetzt eher zufällig durchgesickert. Wir haben Gerald dazu befragt, und er hat die Aussage eingeräumt. Ein solches Verhalten ist absolut inakzeptabel und verstößt gegen den Teamgeist. Daher hat Mirko Slomka die richtige Entscheidung getroffen, ihn nicht nach Berlin mitzunehmen. Die weitere Entwicklung wird im Verein beraten", erklärte Manager Andreas Müller die Ausbootung Asamoahs. Die disziplinarische Maßnahme von Slomka gelte zunächst nur für die Begegnung in Berlin, teilten die Königsblauen mit.

Slomka warnt vor Unaufmerksamkeit

Derweil warnte Slomka seine Spieler vor einer Unaufmerksamkeit bei der letzten von drei Aufgaben binnen acht Tagen: "Auf Schalke ist es momentan wie bei der Reit-WM. Wir haben drei Hindernisse am Stück. Das erste (Pokal in Rostock) haben wir ohne Probleme genommen. Beim zweiten (Nancy) hatten wir Schwierigkeiten. Und beim Dritten müssen wir aufs richtige Pferd setzen, damit es keinen Abwurf gibt." Gegen den AS Nancy hatte es für die Schalker im Uefa-Pokal nur zu einem mühsamen 1:0 gereicht, nachdem das Pokalspiel gegen die zweite Mannschaft von Hansa Rostock 9:1 gewonnen worden war.

In Leverkusen erwartet Eintracht Frankfurt nach dem überragenden 4:0 im Uefa-Cup gegen den dänischen Vizemeister Bröndby Kopenhagen den Angstgegner. Die letzten fünf Heimspiele gegen die Werkself gingen verloren, doch jetzt hat die Eintracht den Ex-Mainzer Michael Thurk in ihren Reihen, der gegen Kopenhagen einen Hattrick schaffte: "Das wird mir wohl nicht nochmal gelingen, aber ich will auch gegen Leverkusen treffen", sagt der 30-Jährige.

Leverkusen hofft auf Ende der Sturmmisere

Vor einem Jahr setzte es nach 1:0-Führung noch ein 1:4 gegen Leverkusen: "Ein 1:4 kann es immer geben. Nur bin ich mir diesmal ziemlich sicher, dass wir nicht mehr so naiv auftreten werden wie in der letzten Saison. Unsere Mannschaft hat sich weiter entwickelt und dazu gelernt", glaubt Trainer Friedhelm Funkel.

Der Gegner hofft unterdessen auf ein baldiges Ende seiner Sturmmisere. Die "Abteilung Attacke" wartet weiter auf den ersten Saisontreffer und war auch beim 0:0 im Uefa-Cup gegen den FC Sion nicht erfolgreich: "Allmählich muss mal ein Tor her", meint der bereits genervte Neuzugang Sergej Barbarez.

In fünf Saisonpartien waren die Bayer-Stürmer nicht einmal erfolgreich. Das letzte Pflichtspiel-Tor eines Leverkusener Stürmers erzielte der Bulgare Dimitar Berbatow als Abschiedsgeschenk beim Ausklang der vergangenen Saison gegen Hannover 96 (2:2).

© SID

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