Fußball Bundesliga
Van Bommel winken zwei weitere Spiele Sperre

Bayern-Profi Mark van Bommel soll nach seinem Aussetzer gegen Hamburg zwei weitere Spiele gesperrt werden sowie eine Geldstrafe zahlen. Dies berichtete Manager Uli Hoeneß.

Bayern Münchens Profi Mark van Bommel muss nach seiner obszönen Geste im Punktspiel gegen den Hamburger SV (1:1) und der dafür erhaltenen Gelb-Roten Karte wohl mit einer Sperre von zwei weiteren Spielen sowie einer Geldstrafe rechnen. Dies erklärte Bayern-Manager Uli Hoeneß unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg des Bundesliga-Tabellenführers bei Schalke 04 am Samstagnachmittag. "Diese Strafe würden wir akzeptieren", sagte Hoeneß, der entgegen der Ankündigung von Trainer Ottmar Hitzfeld eine zusätzliche Geldstrafe seitens des Vereins ausschloss: "Wir wollen ihn nicht zum Sozialfall machen."

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Anton Nachreiner hatte gegen den Niederländer vom deutschen Rekordmeister wegen eines unsportlichen Verhaltens in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens eine Strafe beantragt, die über die Regelsperre von einem Spiel für die Gelb-Rote Karte hinausgeht. Zunächst war eine zusätzliche Sperre von drei Spielen beantragt worden, die weder von van Bommel noch von den Bayern akzeptiert worden war. Der Strafantrag des Kontrollausschusses wird dem Einzelrichter beim DFB-Sportgericht vorgelegt, der über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden wird.

Nach Auswertung der Fernsehaufzeichnung wird van Bommel konkret verdächtigt, in der Nachspielzeit der Bundesligapartie am vergangenen Sonntag zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV (1: 1) eine abfällige Geste in Richtung von Schiedsrichter Lutz Wagner getätigt zu haben. Wagner erklärte gegenüber dem Kontrollausschuss, diesen Vorgang nicht gesehen zu haben. Deshalb konnte der Kontrollausschuss nachträglich ermitteln. Van Bommel hatte bereits unmittelbar vor dem Vorfall die Gelb-Rote Karte und war damit im Spitzenspiel bei Schalke 04 gesperrt. Der 30-Jährige hatte betont, dass die Geste nicht dem Unparteiischen gegolten habe.

© SID

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