Fußball Bundesliga
Van Gaal: "Ich bin kein Gott"

Louis van Gaal hat sich nach der Kritik an seiner Person zur Wehr gesetzt. Er sei "ein Trainer, der hart arbeitet und sich viel um die Spieler kümmert", sagte der Bayern-Coach.

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal hat sich erstmals gegen sein schlechtes öffentliches Image zur Wehr gesetzt und sich gegen die teils heftigen Angriffe von außen verteidigt. "Wenn ich Gott wäre, würde ich alles gewinnen. Ich bin kein Gott, ich bin nur ein Trainer, der hart arbeitet und sich viel um die Spieler kümmert", betonte van Gaal vor dem Bundesliga-Spiel des deutschen Rekordmeisters gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total).

Der 58 Jahre alte Niederländer sah sich nach den jüngsten Misserfolgen in den Medien oft dem Vorwurf ausgesetzt, beim FC Bayern selbstherrlich und arrogant zu agieren. Die Sport Bild hatte am Mittwoch ein Zitat veröffentlicht, nach dem van Gaal in der Bayern-Kabine gesagt haben soll: "Ich bin wie Gott. Ich werde nie krank, und ich habe immer Recht."

"Worte werden in anderem Kontext dargestellt"

Dies sei "immer dasselbe. Wenn die Resultate hinter den Erwartungen zurückbleiben, dann werden deine Worte in einem völlig anderen Kontext dargestellt", sagte van Gaal am Freitag. Er habe nur geäußert, dass er in der Lederhose aussehen würde wie ein Gott. Zudem habe er ein anderes Mal zu einem Spieler, der dreimal krank gewesen sei, gesagt: "Ich bin 58 Jahre und nie krank. Das wird dann alles hintereinander gestellt. Das ist nicht korrekt und ehrlich. Aber ich habe das schon oft mitgemacht."

Auch das Wort arrogant, das er bei seiner Vorstellung in München in Bezug auf seine Person benutzt hatte, sei in den Niederlanden nicht so negativ besetzt wie in Deutschland: "In Holland heißt das, dass ein Mensch viel Selbstvertrauen hat und gut erklären kann." Aber inzwischen würden wir in einer Welt leben, "die sehr auf Personen und weniger auf Fakten bezogen ist, das ist schade", sagte der Bayern-Coach weiter.

"Es geht um Ergebnisse"

Trotz des bisher enttäuschenden Saisonverlaufs und der schlechteren Bilanz im Vergleich zu seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann gibt sich van Gaal aber weiterhin gelassen: "Es ist im Fußball immer so, dass es Kritik gibt, wenn die Resultate nicht stimmen. Es geht um Ergebnisse, vor allem bei einer Spitzenmannschaft."

© SID

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