Fußball Bundesliga
Verfolger hoffen auf Bayern-Ausrutscher in Bochum

Während Bayern München im Auswärtsspiel beim VfL Bochum den Nimbus der Unbesiegbarkeit auch am zehnten Bundesliga-Spieltag wahren will, hoffen die Verfolger aus Bremen, Hamburg und Schalke, den Abstand zu verkürzen.

Neun Spiele ohne Niederlage sprechen eine deutliche Sprache. Und auch im "Freundschaftsspiel" beim VfL Bochum im Rahmen des zehnten Bundesliga-Spieltags will Rekordmeister Bayern München seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit wahren. Für "Vize" Schalke 04 und Werder Bremen geht es heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) hingegen darum, den Abstand zum souveränen Spitzenreiter nicht noch größer werden zu lassen, während Meister VfB Stuttgart im Spiel beim Hamburger SV unter enormem Druck steht.

Hitzfeld: Keine Geschenke an Kumpel Koller

In Bochum kommt es zum "Kumpel-Treffen" zwischen VfL-Coach Marcel Koller und Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. "Wir haben einen guten Kontakt und erst letzte Woche telefoniert", meinte Hitzfeld. Beide verbindet die Zeit bei Grasshopper Zürich, als Koller von 1988 bis 1991 als Kapitän unter Hitzfeld spielte.

Doch Geschenke will Hitzfeld mit den Bayern nicht verteilen und warnt vor den Westfalen: "Bochum spielt modernen Fußball. Wir müssen dagegenhalten und unsere Stärken ausspielen." Nationalstürmer Miroslav Klose, der in fünf Spielen beim VfL schon viermal getroffen hat, kehrt nach überstandener Knieverletzung zurück und komplettiert den Traumsturm mit Weltmeister Luca Toni. Da bleibt Lukas Podolski erneut nur die Reservistenrolle.

Die Bochumer wollen sich trotz der vermeintlichen Überlegenheit des Starensembles von der Isar und nur einem Sieg aus den letzten 16 Heimspielen gegen die Bayern nicht verstecken. "Wir wollen so überzeugend auftreten, dass nachher auch CNN über uns berichtet", meinte Koller.

Bremen gegen Berlin unter Zugzwang

Bremen will den Bayern mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin auf den Fersen bleiben. "Wir wollen unverändert um die Meisterschaft spielen", erklärte Manager Klaus Allofs trotz sechs Punkten Rückstand auf München. Trainer Thomas Schaaf, dessen Vertrag bis 2010 verlängert wurde, kann wieder auf Torhüter Tim Wiese, Timo Borowski und Boubacar Sanogo zurückgreifen.

Für Schalke geht es nach dem peinlichen 0:2 gegen Karlsruhe bei Hansa Rostock um Wiedergutmachung - und darum, die Bayern nicht noch mehr aus den Augen zu verlieren. "Wir wissen, wie wichtig die Partie ist", sagte Trainer Mirko Slomka, der um den Einsatz von Christian Pander bangt. Der Nationalspieler hat weiter muskuläre Probleme im Oberschenkel.

Die hat Yildiray Bastürk in Stuttgart endlich überstanden. Auf den Neuzugang aus Berlin, der wegen seiner Verletzungsanfälligkeit schon als "virtueller Spielmacher" verspottet wurde, liegen vor dem Spiel in Hamburg die Hoffnungen der auf Platz zwölf abgestürzten Schwaben. "Es gibt in der Bundesliga nicht viele, die drauf haben, was er drauf hat", schwärmt Trainer Armin Veh, der die Lage beim VfB mit der Situation in Hamburg vor einem Jahr verglich, weiter unbeirrt von seinem bislang verhinderten Regisseur.

Weiterer Rückschlag für VfB fatal

Für den VfB, der bislang alle vier Auswärtsspiele verloren hat, wäre ein weiterer Rückschlag vor dem Mammutprogramm mit sieben Spielen in Liga, DFB-Pokal und Champions League fatal. In dem rot-gesperrten Kapitän Fernando Meira sowie den angeschlagenen Thomas Hitzlsperger, Antonio Da Silva, Arthur Boka und Matthieu Delpierre fehlen jedoch gleich mehrere Leistungsträger. Deshalb reisen die Vertragsamateure David Pisot und Marco Pischorn mit.

HSV ohne Regisseur van der Vaart

Der HSV muss den Ausfall von Kapitän Rafael van der Vaart und Nigel de Jong verkraften. Beide Niederländer kamen verletzt vom Länderspiel gegen Slowenien (2:0) zurück. Insbesondere Piotr Trochowski soll die Lücke im Mittelfeld schließen.

Trainer Michael Skibbe empfängt mit Bayer Leverkusen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund. "Die Spiele sind immer etwas Besonderes", erklärte Skibbe. Beim BVB würde eine weitere Niederlage die Lage von Coach Thomas Doll weiter verschärfen.

Unter Druck steht auch DFB-Pokalsieger 1. FC Nürnberg. Doch Trainer Hans Meyer versucht beim Tabellenvorletzten, vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt weiter Ruhe auszustrahlen. Meine Jungs lassen sich hoffentlich nicht von dem Unfug, der geschrieben wird, beeinflussen", meinte Meyer.

© SID

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