Fußball Bundesliga
VfB Stuttgart auf Bremens Spuren

Geht es nach Manager Horst Heldt, so wird sich der VfB Stuttgart auch in Zukunft an der Spitze der Bundesliga etablieren. Ziel sei es, sich eine "Nische" nach Vorbild des Ligakonkurrenten Werder Bremen einzurichten.

Der deutsche Meister VfB Stuttgart will sich in seiner Entwicklung in den kommenden Jahren an Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen orientieren und lehnt eine Kopie des "Modells" Bayern München ab. "Wir sehen uns als Klub, der sich eine Nische erobert. Wir wollen uns an Werder Bremen orientieren, das über Jahre eine gute Personalpolitik gemacht hat und über ein solides Umfeld verfügt. Wie Werder agiert, erscheint uns in vielen Punkten nachahmenswert", erklärte VfB-Teammanager Horst Heldt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Rekordmeister Bayern München zu kopieren, das sei indes "Unsinn". Heldt: "Wir werden nie der FC Bayern sein. Wir werden unsere Philosophie nicht ändern und den eingeschlagenen Weg, vielen jungen Spielern eine Chance zu geben, nicht verlassen." Am Mittwoch trifft der VfB im Halbfinale des Ligapokals auf Bayern München (20.30 Uhr).

Standortvorteil Baden Württemberg

Im Vergleich mit Bremen glaubt Heldt sogar an einen großen ökonomischen Vorteil des schwäbischen Champions-League-Starters. "Ich denke, der VfB hat mehr Möglichkeiten, allein durch die Wirtschafskraft in Baden Württemberg", sagte der Ex-Bundesligaprofi, der aus sportlicher Sicht mit einer schwierigen Saison für sein Team rechnet: "Drei Wettbewerbe zu spielen, ist eine Hausnummer. Die Balance zwischen Spielen in der Champions League und dem Alltag der Liga ist kein körperliches, sondern ein geistiges Problem."

Meistertrainer Armin Veh, der sich erst Ende des Jahres mit den VfB-Verantwortlichen zwecks Gesprächen über eine Verlängerung seines 2008 auslaufenden Vertrages zusammensetzen will, hat zumindest für die "Königsklasse" klar definierte Ziele. "Ich will mich nicht gut verkaufen, ich will weiterkommen", betonte der 46-jährige Veh in der Welt am Sonntag. Der Augsburger ist vor allen Dingen von den mentalen Qualitäten seiner Erfolgself überzeugt. Andere seien in der vergangenen Saison am Druck zerbrochen, "nicht wir", so Veh.

Mitgliederversammlung am Montag

Am Montagabend bei der Mitgliederversammlung des VfB in der Porsche-Arena wird indes eine überwältigende Zustimmung für Präsident Erwin Staudt erwartet. "Er repräsentiert den Verein ideal in der Öffentlichkeit, er hat den VfB wirtschaftlich vorangebracht und zuletzt bei der Wahl des sportlichen Leitungspersonals eine glückliche Hand bewiesen", lobte Aufsichtsratschef Dieter Hundt Vereinsboss Staudt. Der 59-jährige Staudt, der im Juni 2003 Manfred Haas als VfB-Präsident abgelöst hatte, peilt eine zweite Dienstperiode bis 2011 an.

© SID

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