Fußball Bundesliga
VfB und Bayern kämpfen um die "Königsklasse"

Wenn heute am 30. Bundesliga-Spieltag der VfB Stuttgart den FC Bayern München empfängt, geht es um nicht weniger als den dritten Tabellenplatz und damit um die Qualifikation für die Champions League.

Den Titel haben beide noch nicht gänzlich abgeschrieben, dazu geht es unmittelbar um Platz drei und die Qualifikation für die Champions League: Der Süd-Gipfel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München verspricht am fünftletzten Spieltag der Bundesliga besondere Brisanz, während Spitzenreiter Schalke 04 seinem Traumziel vom Gewinn der ersten Meisterschaft seit 49 Jahren gegen Energie Cottbus einen weiteren Schritt näher kommen will.

Doch den haben auch noch die Stuttgarter, die nach dem Einzug ins Pokal-Finale am vergangenen Mittwoch beim VfL Wolfsburg wie die Bayern in den beiden Vorjahren noch das Double schaffen können. "Wir haben uns einen Traum erfüllt. Nun wollen wir den nächsten realisieren", verkündete VfB-Manager Horst Heldt und stichelte vor der Partie heute (15.30 Uhr) Richtung München: "Schalke und Bremen haben uns ernst genommen - ein anderer Klub nicht."

Veh strahlt Ruhe aus

Trainer Armin Veh strahlt trotz seiner persönlichen Bilanz von fünf Pleiten gegen München große Ruhe aus. "Man sagt immer, das Duell gegen Bayern sei das einfachste des Jahres. Also war das Spiel in Wolfsburg schwerer - und das haben wir gewonnen", erklärte Veh mit einem Schmunzeln. Die Mehrfachbelastung sieht Timo Hildebrand nicht als Nachteil. "Wir haben mentale Stärke dazugewonnen. Das überwiegt", meinte der zum Saisonende scheidende Nationaltorhüter.

Den Bayern droht bei einem Punkt Rückstand auf Stuttgart der einst von Franz Beckenbauer als "Cup der Verlierer" verspottete Uefa-Cup und neben Millionen-Verlusten die Schädigung des Images. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge spricht von einem "Endspiel". Trainer Ottmar Hitzfeld glaubt fest an seine Mannschaft: "Wir sind gewappnet, weil wir schon durch viele Stahlbäder gegangen sind. Wir werden keinen Meter Boden freiwillig räumen."

Schalke muss gegen Cottbus ran

Trotz sechs Zählern zu Schalke hat der Rekordmeister auch die erfolgreiche Titelverteidigung noch nicht abgeschrieben. Für den 19. Mai wurde der Rathausbalkon für die erhoffte Meisterfeier gemietet. Auch 2000 und 2001 hatte Hitzfeld die Bayern zum "Last-Minute-Titel" geführt.

Doch davon zeigen sich die Schalker vor dem Spiel gegen den Überraschungs-Siebten Cottbus unbeeindruckt. "Wir haben es in der eigenen Hand, unsere Position zu behaupten. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, können die anderen machen, was sie wollen", sagte Trainer Mirko Slomka. Gegen Cottbus weisen die "Königsblauen" die makellose Heimbilanz von drei Siegen und 8:0 Toren auf.

BVB gegen die Hertha unter Zugzwang

Ums "nackte Überleben" geht es hingegen für den Revier-Rivalen Borussia Dortmund im Duell der beiden schlechtesten Rückrunden-Teams bei Hertha BSC Berlin. Nur zwei Punkte trennen den BVB, der die beiden letzten Gastspiele in der Hauptstadt ungeschlagen ohne Gegentor (0:0 und 1:0) überstand, von der Abstiegszone. Zudem fällt Dede mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus. Für den Brasilianer dürfte Nationalverteidiger Christoph Metzelder auf die linke Abwehrseite und Markus Brzenska in die Innenverteidigung rücken. Die Hertha könnte sich mit einem Sieg beim Heimdebüt von Trainer Karsten Heine aller Abstiegssorgen entledigen.

Abstiegskampf in Wolfsburg

Abstiegskampf pur herrscht bei den Spielen zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Bochum sowie dem VfL Wolfsburg und Arminia Bielefeld. Entscheidend in Frankfurt könnte das griechische Duell zwischen Eintracht-Verteidiger Sotirios Kyrgiakos und VfL-Stürmer Theofanis Gekas sein, dessen Wechsel für 3,5 Mill. Euro zu Bayer Leverkusen angeblich perfekt sein soll.

Die Leverkusener treffen im Duell der Uefa-Cup-Aspiranten auf den 1. FC Nürnberg. Bayer hofft nach vier Pflichtspiel-Pleiten in Folge mit 2:10 Toren auf die Wende. Beim "Club" warnt Trainer Hans Meyer nach dem Erreichen des Pokal-Finales: "Wir haben noch nichts erreicht, was auf einem Wimpel stehen würde."

© SID

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