Fußball Bundesliga
VfB will in die "Königsklasse", Simak darf gehen

Nach den Transfers von Alexander Hleb und Pawel Pogrebnjak wird beim VfB Stuttgart aussortiert. Gleichzeitig gehen die Verantwortlichen forsch in die Saison.

Nach den spektakulären Verpflichtungen von Alexander Hleb und Pawel Pogrebnjak hat Bundesligist VfB Stuttgart jegliche Zurückhaltung abgelegt. "Unser Ziel ist ganz klar die Champions League", sagte Manager Horst Heldt vor dem Bundesliga-Auftakt am Freitag (20.30 Uhr/live bei Sky und in der ARD) beim deutschen Meister VfL Wolfsburg.

Ob die beiden prominenten Neuzugänge beim Saison-Auftakt in der Startformation der Schwaben stehen werden, ließ Teamchef Markus Babbel am Mittwoch noch offen. Hleb, der von Barcelona ausgeliehen wurde, habe noch Trainingsrückstand, "da muss ich noch überlegen, ob ich ihn von Beginn an spielen lasse oder erst einwechsle", sagte Babbel. Stürmer Pogrebnjak, als Ersatz für Mario Gomez für rund fünf Mill. Euro von Zenit St. Petersburg verpflichtet, sei dagegen fit, "aber ich muss sehen, wie er sich integriert".

Babbel sprach von einem "ganz, ganz wichtigen Spiel für uns. Es wird eine schwere Aufgabe, bei der viel Disziplin gefragt ist. Um gut aus den Startlöchern zu kommen, müssen wir an die Grenzen gehen und laufen, laufen, laufen." Verzichten muss er auf die angeschlagenen Roberto Hilbert, Khalid Boulahrouz und Alexander Stolz.

Simak soll auf jeden Fall gehen

Indes hat beim VfB nach den Transfers von Hleb und Pogrebnjak das große Aussortieren begonnen. Allen voran Jan Simak sieht keine Zukunft mehr bei den Schwaben und darf den Verein bei einem vernünftigen Angebot verlassen - Ähnliches gilt für Yildiray Bastürk, Ricardo Osorio, Ciprian Marica und Arthur Boka.

"Alexander Hleb ist im linken Mittelfeld gesetzt. Da ist kein Platz mehr für mich", sagte der Tscheche Simak laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten. Demnach soll Heldt Simaks Berater Christoph Leutrum zugesichert haben, dem 30-Jährigen bei einem angemessenen Angebot keine Steine in den Weg zu legen. 400 000 Euro sollen als Ablöse im Gespräch sein.

"Wir wissen, dass ihm unser System nicht zugute kommt. Letztlich muss er entscheiden, was das für ihn bedeutet. Wir sind bemüht, eine gute Lösung für ihn zu finden", sagte Heldt der Stuttgarter Zeitung. Zwei Wochen will sich Simak noch Zeit lassen, ehe er eine Entscheidung über seine Zukunft trifft.

Lose Anfragen für Bastürk und Osorio

Für den ebenfalls 30 Jahre alte Bastürk soll es bereits lose Anfragen von Besiktas Istanbul und Eskisehirspor aus der Türkei gegeben haben. Babbel soll dem Türken bereits mitgeteilt haben, dass seine Chancen beim VfB schlecht stehen.

Osorio will seine Teilnahme an der WM 2010 nicht gefährden. "Potenzial, um sich durchzusetzen", bescheinigt Heldt dem Mexikaner, sagt aber auch: "Die Konkurrenz ist groß." Doch auch der Verteidiger, für den es Anfragen aus seiner Heimat und der Bundesliga geben soll, will wie Simak noch etwas abwarten. Das gilt ebenfalls für Marica und Boka, die ebenfalls kaum noch Chancen haben, in die Stuttgarter Stammelf zu rücken.

© SID

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