Fußball Bundesliga
VfL-Coach Mcclaren nach 0:0 unter Druck

Am 16. Spieltag der Bundesliga haben sich Kaiserslautern und Wolfsburg mit einem torlosen Unentschieden getrennt. Für VfL-Coach Steve Mcclaren wird die Luft immer dünner.

Der lethargisch auftretende Ex-Meister VfL Wolfsburg hinkt den eigenen Erwartungen in der Bundesliga weiter deutlich hinterher. Der Titelträger des Jahres 2009 kam am 16. Spieltag nicht über ein 0:0 beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern hinaus und bleibt nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge im Tabellenkeller. Damit warten die Wölfe, deren Trainer Steve Mcclaren bereits vor der Partie in der Kritik stand, weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg in der Pfalz.

"Wir standen sehr konzentriert im Deckungsverbund und haben uns stetig gesteigert. Mit etwas Glück hätten wir die drei Punkte geholt. Aber wir stellen das Positive heraus - und das ist, dass die Mannschaft alles gegeben hat", sagte Lauterns Trainer Marco Kurz.

Die 38 181 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen zu Beginn eine schwache Begegnung. Beide Teams leisteten sich in allen Mannschaftsteilen zahlreiche Fehler. Dazu kamen viele Fouls, die den Spielfluss schon im Ansatz unterbrachen. Auf Torchancen warteten die Fans zunächst vergebens. Es gab lediglich ungefährliche Distanzschüsse zu sehen.

Bei den Wolfsburgern, die auf den Defensivstrategen Josue, die Angreifer Mario Mandzukic und Grafite sowie Nationalspieler Arne Friedrich verzichten mussten, waren die Offensivstars Diego und Edin Dzeko zwar bemüht, für Gefahr vor dem Lauterer Tor konnten die beiden Topspieler aber auch nicht sorgen. Ihnen fehlte weitgehend die Unterstützung.

Lakic fehlt Kaiserslautern

Die Gastgeber, die ohne ihren gesperrten Top-Torjäger Srdjan Lakic sowie die Innenverteidiger Jan Simunek und Rodnei auskommen mussten, machten es bei ihren Bemühungen in der Offensive allerdings nicht besser. Die Roten Teufel agierten zwar engagiert, leisteten sich aber in der gegnerischen Hälfte zu viele Fehlpässe und Missverständnisse.

Auch nach über einer halben Stunde hatten die Zuschauer noch keine echte Chance gesehen. Vor allem die Offensivleistung der Wolfsburger, die im Sommer knapp 40 Mill. Euro in neue Spieler investiert hatten, war erschreckend schwach. Bis zur Pause blieb die Partie so trist wie das nasskalte Wetter in der Pfalz.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am schlechten Spiel beider Mannschaften. Weder den Pfälzern noch den Gästen war anzumerken, dass sie die Begegnung gewinnen wollen. Die Defensivreihen hatten das Geschehen ohne große Anstrengungen im Griff, die Torhüter Tobias Sippel und Diego Benaglio blieben weitgehend beschäftigungslos.

Aufregung in der 57. Minute

Erst in der 57. Minute gab es so etwas wie Aufregung auf dem Betzenberg. Nach einem Schuss des eingewechselten Adam Nemec reklamierten die Lauterer ein Handspiel des Wolfsburger Innenverteidigers Simon Kjaer im Strafraum. Schiedsrichter Peter Sippel (München) ließ die Partie aber weiterlaufen. Drei Minuten später verbuchte der FCK die erste echte Chance des Spiels. Nemec scheiterte per Kopf an Benaglio. In der 73. Minute vergab Lauterns Kapitän Martin Amedick ebenfalls per Kopf. Dann hatte Ivo Ilicevic mit einem Distanzschuss an die Latte Pech (82.), und Chanos Petsos schob den Ball dann aber im Abseits stehend ins leere Tor.

© SID

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