Fußball Bundesliga
Völler vermisst Bayers Aufbäumen

Auch Rudi Völler ist unzufrieden mit der sportlichen Lage von Bayer Leverkusen. Der Sportchef vermisst das Aufbäumen des Teams und hofft auf eine Rückkehr von Jens Nowotny in den Bundesligakader.

Die Verantwortlichen des Bundesligisten Bayer Leverkusen können mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Auch Sportchef Rudi Völler stimmt dem Negativ-Resümee der Hinrunde zu: "Selbst wenn wir zum Abschluss noch gegen Hannover gewinnen - die Hinrunde war eine Enttäuschung", sagte der 45-Jährige im Interview der Bild-Zeitung. Zurzeit belegt der mit großen Ambitionen in die Saison gestartete Champions-League-Finalist von 2002 nur den zehnten Platz mit 18 Punkten.

Völler: "Mindestens fünf Punkte zu wenig"

"Der Mannschaft hat mentale Stärke gefehlt. Daran muss gearbeitet werden. Damit wir bei Rückständen nicht gleich umkippen", analysierte der ehemalige DFB-Teamchef, "wir haben den Schlendrian nicht rausbekommen. Spielerisch ist die Truppe stark, doch das letzte Aufbäumen fehlt. Wir sind enorm unter unseren Möglichkeiten. Mindestens fünf Punkte haben wir zu wenig."

Bayer schied in dieser Spielzeit in der ersten Uefa-Cup-Runde gegen Zska Sofia und im DFB-Pokal beim Hamburger SV aus. Im Augenblick erscheint lediglich noch eine UI-Cup-Platzierung für die Rheinländer möglich, die bereits nach vier Runden Trainer Klaus Augenthaler entließen. Als Nachfolger wurde nach einem Intermezzo von Völler auf der Trainerbank schließlich Michael Skibbe verpflichtet.

Völler bezog in Bild auch nochmals Stellung zum Rechtsstreit zwischen Bayer und Ex-Geschäftsführer Reiner Calmund: "Mein Gefühl sagt mir: Wenn Anwälte erst im Spiel sind, gibt es nicht mehr viel zu regeln. Aber ich hoffe noch. Auch, dass das Verhältnis Bayer/Calmund nicht leidet."

Nowotny bald wieder im Kader?

In Bezug auf Ex-Kapitän Jens Nowotny, der nach mehreren juristischen Auseinandersetzungen nur noch mit der Mannschaft trainieren darf, aber nicht mehr eingesetzt wird, hofft der Sportchef auf ein Ende der Eiszeit. "Es gibt eine weitere Annäherung. Aber es muss noch vor Weihnachten was vom Jens und den Anwälten ausgehen. Ich wäre froh, wenn es so kommt. Nowotny wieder im Kader - die bessere Lösung", so der Weltmeister von 1990.

© SID

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