Fußball Bundesliga
Watzke kündigt BVB-Aktionären bessere Zeiten an

Trotz des Rekordtiefs der BVB-Aktie sieht Borussia Dortmunds Geschäftsführer der Zukunft positiv entgegen. Die Ertragslage werde sich ab 2009 deutlich entwickeln, sagte Hans-Joachim Watzke auf der Aktionärsversammlung.

Hans-Joachim Watzke bleibt zumindest im wirtschaftlichen Bereich Optimist. Der Geschäftsführer der Borussia Dortmund Gmbh und Co. Kgaa hat den Anlegern auf der Aktionärsversammlung des börsennotierten Bundesligisten eine steigende Ertragslage prophezeit. Nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr per Stichtag 30. Juni hatte das Unternehmen bereits einen Rekordgewinn von 10,3 Mill. Euro verkündet, allerdings wurde für die Aktie am vergangenen Freitag ein Rekordtief von 1,57 Euro notiert.

Diskussion "ohne Rumschreierei"

Die rund 1 000 anwesenden Aktionäre sehen unter anderem den Grund in der sportlichen Situation des BVB, der nach fünf Spielen ohne Sieg auf Tabellenplatz 13 und damit weit entfernt vom angestrebten Uefa-Cup-Platz liegt. Auch Watzke machte wie schon auf der Mitgliederversammlung am Vorabend seine Unzufriedenheit über die Leistungen der Profis in der laufenden Saison Luft.

"Wir hatten am Montag in einer sportlichen schwierigen Situation eine großartige Mitgliederversammlung. Wir haben hart diskutiert in der Sache. Aber ohne Rumschreierei, wie wir es ja an anderen Orten erlebt haben. Unsere Mitglieder haben sich nicht an Hamburg oder Köln orientiert. Es blieb sachlich", sagte Watzke und verwies anschließend auf die wirtschaftliche Entwicklung. Immerhin habe man im Geschäftsjahr 2005/2 006 noch ein Minus von 3,9 Mill. Euro und 2004/2 005 ein existenzbedrohendes Minus von 78,7 Mill. Euro ausgewiesen.

Dank an Sportdirektor Zorc

Unter anderem Sportdirektor Michael Zorc, der wie der Spielerrat mit Kapitän Christian Wörns, Sebastian Kehl, Torhüter Roman Weidenfelder und Florian Kringe der Versammlung beiwohnte und mit vereinzelten Buh-Rufen empfangen wurde, habe in jüngster Zeit dazu beigetragen, dass das Transferergebnis äußerst positiv ausgefallen sei. "Und es musste so ausfallen, damit wir heute da stehen, wo wir stehen", so Watzke weiter.

Die Ertragssituation werde sich ab Sommer 2009 deutlich entwickeln. "2009 und 2010, da kommen zwei Jahre, die werden die Zukunft von Borussia Dortmund ganz entscheidend neu prägen. Gründe: Ein neuer Ausrüstervertrag und ein neuer TV-Vertrag. Wir rechnen mit zehn Mill. Euro mehr in jedem Jahr", sagte Watzke und sandte nochmals klare Worte an die Profis: "Die Mannschaft ist gefordert. Es kann nicht sein, dass da einige Spieler bei ihren Nationalmannschaften zaubern und beim BVB dann diese Leistungen abliefern. Jedem Profi sollte klar sein, wer sein Arbeitgeber ist."

© SID

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