Fußball Bundesliga
Weihnachtszeit behindert Wolfsburgs Trainersuche

Die Feiertage behindern VfL Wolfsburgs Trainersuche. Da einige Entscheidungsträger und auch Trainer-Kandidaten im Weihnachtsurlaub sind, wird eine Entscheidung über einen neuen Trainer erst Anfang nächsten Jahres fallen.

Die Weihnachts-Feiertage machen dem Bundesligisten VfL Wolfsburgs bei der Trainersuche einen Strich durch die Rechnung und verzögern die schnelle Lösungsfindung länger als erwartet. Eine Entscheidung über die Nachfolge des entlassenen Holger Fach wird möglicherweise erst Anfang des neuen Jahres zu fallen. "Einige Trainer-Kandidaten sind ebenso im Weihnachtsurlaub wie einige Entscheidungsträger von uns", sagte Geschäftsführer Klaus Fuchs den Wolfsburger Nachrichten.

Wunschkandidat der Niedersachsen ist weiter Ralf Rangnick. "Wir haben mit ihm verhandelt, reden aber mit mehreren Kandidaten. Das weiß Herr Rangnick auch", erklärte Fuchs, der die Manager-Aufgaben des ebenfalls entlassenen Thomas Strunz bis auf weiteres übernommen hat und damit auch für die Trainersuche verantwortlich ist. Chancen auf den Posten haben offenbar auch der bei Hannover 96 entlassene Ewald Lienen und Ex-Nationalspieler Bernd Schuster, der derzeit beim spanischen Erstligisten FC Getafe unter Vertrag steht.

"Spätestens zum Abflug ins Spanien-Trainingslager am 9. Januar sollte der neue Mann da sein", sagte Fuchs. Möglich ist somit, dass der VfL die Hallenturnier-Teilnahmen Anfang Januar in Oldenburg und Hamburg mit dem bisherigen Co-Trainer Michael Oenning auf der Bank bestreitet.

Kapitän Thiam: "Wir tragen die Hauptschuld"

Unterdessen erhob Mannschaftskapitän Pablo Thiam noch einmal Vorwürfe gegen den geschassten Ex-Manager Strunz, räumte aber auch Fehler der Mannschaft ein. "Wir haben uns schon darüber gewundert, warum der Manager die Sache wieder in der Öffentlichkeit ausgetragen und wieder für Wirbel gesorgt hat", erklärte Thiam im Interview mit dem Fachmagazin kicker im Hinblick auf die Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers zum Fall Miroslav Karhan. Der Slowake hatte sich während der Halbzeitpause der Partie beim 1. FC Kaiserslautern (2:3) geweigert, sich für eine mögliche Einwechslung aufzuwärmen.

Zur Trennung von Trainer Fach sagte der 31-Jährige: "Eine Trainerentlassung ist immer auch ein Armutszeugnis für die Mannschaft. Wir tragen die Hauptschuld. Wir haben die Leistung nicht gebracht. Wir haben es nicht geschafft, auf dem Platz Sachen umzusetzen, die uns vorgegeben wurden".

In den vergangenen drei Jahren habe sich kein Trainer in Wolfsburg durchsetzen können, meinte der Mittelfeldspieler weiter. Thomas Strunz sei zudem schon vor der laufenden Saison angeschlagen gewesen. "Er war ja schon vorbelastet durch die Querelen mit Erik Gerets, der hier sehr beliebt war."

© SID

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