Fußball Bundesliga
Wenn Titelträume platzen: Wolfsburg gewarnt

Alle gratulieren dem VfL Wolfsburg vorzeitig zur Meisterschaft, Uli Hoeneß zog sogar schon die „Grüne Karte“, Doch Wolfsburgs Trainer Felix Magath fürchtet offenbar den Schlendrian bei einigen Spielern. Es wäre nicht das erste Mal in der Bundesliga-Geschichte, dass ein Meistertraum quasi in letzter Sekunde platzt. Ein Blick in die Fußball-Geschichtsbücher.

HB HAMBURG. "Wir werden auf diesen Sirenengesang nicht hereinfallen und tun, was wir die vergangenen zwei Jahre immer getan haben - seriös arbeiten", versprach VfL-Coach Felix Magath im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" volle Konzentration bis zum Abpfiff der Partie gegen Werder Bremen. Dennoch fürchtet beim Saisonfinale offenbar eine zu sorglose Einstellung bei einigen seiner Spieler. "Leider gibt es da auch welche, die glauben, die Ernte wäre schon eingefahren. Das ist natürlich fatal, wenn man solche Fehler macht", sagte der Coach dem DSF. Es werde drauf ankommen, "den Spielern in den nächsten Tagen deutlich zu machen, dass die Saison erst am Samstag beendet wird", so Magath.

Karl-Heinz Rummenigge, dessen FC Bayern München zum Verfolger-Duell den VfB Stuttgart empfängt, erwartet jedenfalls keine Schützenhilfe. "Für Bremen ist das Uefa-Cup-Endspiel wichtiger. Ich glaube nicht, dass die da ganz taufrisch auflaufen werden", sagte der FCB-Vorstandschef.

Zwar gehen die "Wölfe" (66) als klare Titelfavoriten mit zwei Punkten Vorsprung vor München und Stuttgart (je 64) in das Saison-Finale, doch bereits fünfmal in der Liga-Geschichte wurden die Spitzenreiter noch von den Verfolgern auf der Zielgerade abgefangen.

Zweimal war der FC Bayern München schon als Nutznießer beteiligt. 1985/86 verschoss Michael Kutzop vom Titelrivalen Werder Bremen am vorletzten Spieltag in letzter Minute gegen die Münchner den wohl berühmtesten Elfmeter der Liga-Geschichte. "Dieses Scheiß-Geräusch werde ich nie vergessen", sagte Kutzop nach seinem Pfostenschuss damals. Es blieb beim 0:0, die Folgen waren verheerend. Statt mit vier lagen die Hanseaten weiter nur mit zwei Punkten vor den Bayern, verloren das letzte Spiel in Stuttgart mit 1:2 und wurden vom punktgleichen Rivalen nach dessen 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach noch überflügelt. Bayerns Tordifferenz war um neun Treffer besser.

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