Fußball-Bundesliga
Werder nun Bayern-Jäger Nummer eins

Mit dem ersten Sieg bei Arminia Bielefeld seit gut 21 Jahren hat sich Werder Bremen zum Verfolger Nummer 1 des FC Bayern München aufgeschwungen. Schalke-04-Trainer Mirko Slomka gelang ein Einstieg nach Maß: Die „Knappen“ gewannen in Kaiserslautern 0:2 und stürzten den 1. FC damit noch tiefer in die Krise.

HB BIELEFELD/KAISERSLAUTERN. Die Bremer feierten dank eines Abstauber-Tores von Frank Fahrenhorst in der 72. Minute am Sonntag zum Rückrunden-Start einen glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg bei der Arminia und verdrängten den Hamburger SV vom zweiten Bundesliga-Tabellenplatz. Vor 24 196 Zuschauern in der SchücoArena enttäuschten die Bremer allerdings über weite Strecken der Partie, nutzten aber eine ihrer wenigen Chancen zum ersten Erfolg in Bielefeld seit dem 1. Dezember 1984. Der Arminia, die bereits ihre fünfte Heim-Niederlage kassierte, droht dadurch nun wieder der Abstiegskampf.

Vier Tage nach der 1:3-Pokalpleite beim Regionalligisten FC St. Pauli gingen die Gäste, bei denen Nelson Valdez den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose ersetzte, zwar von Beginn konzentriert zu Werke. Wie am Mittwoch hatten sie allerdings im Spielaufbau große Probleme mit dem dicht gestaffelten Defensiv-Bollwerk des Gegners. Wenn aber das gefürchtete Bremer Kombinationsspiel mal auf Touren kam, wurde es sofort gefährlich. So bot sich Torsten Frings (9.) die erste Einschussmöglichkeit, doch Keeper Mathias Hain war zur Stelle.

Im Laufe der Partie befreiten sich die Hausherren um den starken Abwehrchef Marcio Borges und erspielten sich selbst gute Chancen. Die größte bot sich Kobylik, als er einen von Frank Fahrenhorst an Isaac Boakye verursachten Foulelfmeter an die Lattenoberkante schoss (24.). In der Folge zielten Boakye (25.) aus 16 Metern und Rückkehrer Artur Wichniarek (34.) aus Nahdistanz knapp am Werder-Tor vorbei.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Hanseaten den Druck. Allerdings kam aus dem Mittelfeld, in dem vor allem Spielmacher Johan Micoud blass blieb, zu wenig. Das Sturm-Duo Ivan Klasnic/Valdez hing dadurch weitgehend in der Luft, Torchancen blieben Mangelware. Bezeichnend: Erst in der 65. Minute gab es die erste Ecke der Begegnung.

Werder-Coach Thomas Schaaf reagierte, verstärkte mit Hereinnahme von Daniel Jensen die Offensive (67.) - und wurde belohnt: Nach Micouds Latten-Freistoß war Fahrenhorst, in der Defensive ein Schwachpunkt, zur Stelle und köpfte den Abpraller geistesgegenwärtig zu seinem ersten Saisontor ein. Torhüter Andreas Reinke rettete am Ende gegen Borges (77.) und Kobylik (88.) den wichtigen „Dreier“.

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