Fußball Bundesliga
Werder schwimmen die Felle davon

Spekulationen um Frings, Wirbel um Klose, Stress mit den Bayern - innerhalb von nur 68 Stunden ist Werder Bremen in die Krise geschlittert und droht zwei Saisonziele zu verpassen.

dpa BIELEFELD. Nach der 0:3-Klatsche im Halbfinal-Hinspiel des Uefa-Cups bei Espanyol Barcelona musste der Vizemeister mit dem 2:3 (0:1) beim abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld den nächsten Tiefschlag verkraften. „Mit der hohen Belastung und der Drucksituation werden nicht alle unsere Spieler fertig. Schalke hat es uns negativ vorgemacht, und wir haben es leider nachgemacht. So können wir unsere hohen Ziele nicht erreichen“, sagte Werder-Manager Klaus Allofs völlig enttäuscht. Nach dem Abrutschen auf den dritten Platz hat Bremen sogar die direkte Champions-League-Qualifikation nicht mehr selbst in der Hand.

Wie schon am 27. Spieltag, als Schalke in München verlor und Werder in Cottbus nur 0:0 spielte, verpasste die Elf von Thomas Schaaf die große Chance, den Fehltritt des Rivalen zu nutzen und selbst die Spitze zu übernehmen. So behalten die in Bochum (1:2) gestrauchelten Königsblauen (62 Punkte), die ihr Glück kaum fassen konnten, vor dem erwarteten Herzschlagfinale ihre Pole-Position vor dem VfB Stuttgart (61) und Werder (60.).

„Das ist mehr als bitter“, gestand Andreas Reinke. „Jetzt müssen wir schnell Kräfte sammeln für Barcelona.“ Dem Torwart-Routinier hatte Trainer Schaaf in Ostwestfalen Spielpraxis verschafft, weil Tim Wiese im Rückspiel gegen die Katalanen Rot-gesperrt ist und durch Reinke vertreten werden muss. Ob es klug war, den seit Wochen in Topform spielenden Wiese („Ich bin schon recht überrascht“) in Bielefeld auf die Bank zu setzen? Zwar zeigte Reinke einige Klasse-Paraden, machte aber beim entscheidenden Tor von Christian Eigler (79.) keine gute Figur. Allofs hält das für eine Scheindiskussion. „Es lag sicher nicht an ihm. Auch mit der Moral der Mannschaft bin ich zufrieden. Aber insgesamt haben wir die falschen Mittel angewandt.“ Ohne Namen zu nennen, kündigte er an: „Wir werden überprüfen, wer unseren Anforderungen gewachsen ist.“

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