Fußball Bundesliga
Werder stoppt Bayerns Aufholjagd

Vier Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League hat der FC Bayern München leichtfertig die Chance verschenkt, sich im Titelrennen wieder eindrucksvoll zurückzumelden. Die Zuschauer in der Allianz Arena sahen ein Festival der vergebenen Bayern-Torchancen. Und so musste sich der deutsche Rekordmeister zum Ende der „Woche der Wahrheit“ mit einem 1:1 (1:0) im Klassiker gegen Werder Bremen begnügen.

HB MÜNCHEN. Damit liegen die Bayern weiterhin sechs Punkte hinter Spitzenreiter Schalke 04. „Wenn man das 2:0 nicht macht, verliert man zwei Punkte. Das ist logisch“, stellte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld enttäuscht fest, „aber wir geben nicht auf. Es bleibt weiter spannend.“ Werder festigte mit dem Remis Tabellenplatz zwei. Trainer Thomas Schaaf konnte mit dem Punkt gut leben, räumte aber ein: „Wir haben heute sehr viel Glück gehabt“.

Nach dem 2:1 am Mittwoch in der Königsklasse gegen Real Madrid strotzten die Bayern vor Selbstbewusstsein und ließen Bremen zunächst gar nicht ins Spiel kommen. Den stürmischen Beginn der Münchner krönte Podolski mit dem 1:0 nach nur sieben Minuten. Doch Markus Rosenberg (67.) bestrafte vor 69 000 Zuschauern in der ausverkaufen Allianz Arena die mangelhafte Chancenverwertung der Bayern, die aber auch am glänzenden Werder-Keeper Tim Wiese scheiterten, und hielt die Bremer auf Titelkurs. „Wir haben uns gequält und sind mit dem einen Punkt sehr zufrieden“, meinte Torsten Frings, „am Anfang haben wir uns von den aggressiven Bayern einschüchtern lassen.“

Das sah zur Halbzeit auch Sportdirektor Klaus Allofs so: „Wir haben Bayern zuviel Raum gelassen. Wir können von Glück sagen, dass wir nur 1:0 hinten liegen. Dass Klose fehlt, darf keine Entschuldigung für diese schwache Leistung sein", schimpfte er zur Pause. Doch Dagegen schwante Franz Beckenbauer trotz der starken ersten 45 Minuten seiner Mannschaft nichts Gutes. „Das 1:0 ist nicht so beruhigend“, warnte der Bayern-Präsident vor dem Wiederanpfiff.

Doch zunächst blieben die Gastgeber auch nach dem Wechsel am Drücker. Die erste große Chance hatten wiederum die Münchner. Doch erneut Podolski scheiterte völlig freistehend am starken Wiese. Bremen kam danach zwar etwas besser ins Spiel, der Ausgleich fiel dennoch überraschend. Nach einem weiten Pass von Torsten Frings zögerte Bayern-Keeper Oliver Kahn zu lange, Almeida hob den Ball über ihn hinweg und der eingewechselte Rosenberg staubte aus kurzer Entfernung mit dem Kopf ab.

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