Fußball Bundesliga
Werder trifft im Duell der Verlierer auf Stuttgart

Der Auftakt in der Champions League unter der Woche verlief für beide enttäuschend: Nach den Pleiten in Madrid und Glasgow treffen Werder Bremen und Meister Stuttgart heute im Rahmen des sechsten Spieltags aufeinander.

Zumindest auf nationalem Terrain sollen die Pleite in Glasgow, die Niederlage in Madrid und die Schlappe gegen Valencia unter der Woche in der Champions League heute ins Vergessen geraten: Meister VfB Stuttgart, Werder Bremen und Schalke 04 wollen die Schmach in der "Königsklasse" abhaken und sich wieder in die Spitzengruppe der Bundesliga schieben. Im direkten Duell treffen dabei Werder und der VfB (15.30 Uhr/live bei Premiere) aufeinander.

Schwaben reisen "selbstbewusst" nach Bremen

"Wir müssen uns für die Niederlage in Glasgow nicht schämen. Ich habe positive Ansätze gesehen. Wir können selbstbewusst nach Bremen reisen", meint VfB-Trainer Armin Veh. Nationalspieler Roberto Hilbert scheint die Vorgabe des Coaches bereits verinnerlicht zu haben: "Wir fliegen nach Bremen, um dort drei Punkte zu holen." Angesichts der Personalsituation bei Werder wohl kein hoffnungsloses Unterfangen.

Während Stuttgart in Thomas Hitzlsperger und dem Langzeitverletzen Matthieu Delpierre nur zwei Hochkaräter ersetzen muss, stehen Werder gleich zehn potenzielle Stammspieler nicht zur Verfügung. "Mir wäre es lieber, mal wieder nur über sportliche Dinge zu reden und den medizinischen Grundkurs zu beenden", spottet Trainer Thomas Schaaf mit bittersüßer Miene.

Fünf der vergangenen sechs Heimspiele gegen den VfB hat Bremen nicht gewonnen. In der letzten Spielzeit verlor Werder nach 2:0-Führung noch mit 2:3. Schaafs Marschrichtung ist daher eindeutig: "Schlauer sein als beim letzten Mal, erfolgsorientiert spielen, Punkte holen."

Müller "Unentschieden bringen uns nicht weiter"

Einen Sieg benötigt auch Schalke gegen Arminia Bielefeld. Die Gelsenkirchener sind zwar noch ungeschlagen, kamen aber viermal nicht über ein Remis hinaus. "Diese Unentschieden bringen uns nicht weiter. Ein Dreier ist ein absolutes Muss", erklärt Manager Andreas Müller. Seit dem Aufstieg der Bielefelder 2004 gewann Schalke alle sechs Partien gegen die Ostwestfalen, doch der derzeitige Höhenflug hat die Arminia selbstbewusst gemacht. "Wir wollen auch auf Schalke etwas holen", sagt Coach Ernst Middendorp.

Ganz andere Sorgen hat derweil Petrik Sander. Für den Trainer von Energie Cottbus ist die Partie gegen den VfL Wolfsburg sein ganz persönliches Endspiel. Wohl nur im Falle eines Dreiers dürfte der 46-Jährige im Amt bleiben. "Die Situation sieht für uns ganz schlecht aus. Wir brauchen einen Sieg, das weiß auch der Trainer", sagt Klubchef Ulrich Lepsch. Sander will sein Heil in der Offensive suchen und stellt die Startelf voraussichtlich gleich auf sieben Positionen um.

Rostock will im Aufsteiger-Duell punkten

Das Tief im Osten beenden will auch Hansa Rostock. Die Hanseaten möchten im Aufsteiger-Duell mit dem MSV Duisburg die ersten Punkte einfahren. Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund richten den Blick vor ihrem Vergleich derweil ebenso nach oben wie der Hamburger SV und der 1. FC Nürnberg. Dabei steht der "Club" vor einer wahren Ochsentour. Zwischen dem Abpfiff im Uefa-Cup-Spiel gegen Rapid Bukarest (0:0) und dem Anpfiff gegen den HSV liegen gerade einmal 41 Stunden.

© SID

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