Fußball Bundesliga
Werder verlängert mit Frings bis 2011

Nach Wochen des Ungewissheit hat sich Torsten Frings für seinen Verbleib bei Werder Bremen entschieden. Zugleich schlug der 30-Jährige damit ein Angebot des früheren Champions-League-Siegers und italienischen Rekordmeisters Juventus Turin aus, der den Mittelfeldspieler umworben hatte.

Nach Wochen des Ungewissheit hat sich Torsten Frings für seinen Verbleib bei Werder Bremen entschieden. Zugleich schlug der 30-Jährige damit ein Angebot des früheren Champions-League-Siegers und italienischen Rekordmeisters Juventus Turin aus, der den Mittelfeldspieler umworben hatte. Stattdessen wird Frings seinen bis 2009 geltenden Vertrag in Bremen um weitere zwei Jahre verlängern.

"Ich habe lange gekämpft"

Frings hatte das Trikot von Juventus Turin praktisch schon an, doch die Leidenschaft gab am Ende den Ausschlag für Werder Bremen. "Ich habe lange gekämpft. Es war eine große Gelegenheit für mich. Ich hatte sogar schon bei Juve zugesagt. Die Kartons waren schon gepackt, ich war eigentlich schon weg. Aber ich habe gemerkt, dass Werder für mich eine Herzensangelegenheit ist", sagte der Nationalspieler am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz in Bremen.

Anstatt zum italienischen Rekordmeister und Gewinner von sechs europäischen Trophäen zu wechseln, verlängerte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler seinen Vertrag beim viermaligen deutschen Meister vorzeitig um zwei Jahre bis 30. Juni 2011. "Ich habe am Montag noch ein Gespräch mit Thomas Schaaf geführt. Es war ein sehr inniges Gespräch, sicherlich nicht üblich zwischen Spieler und Trainer. Es war sehr wichtig für die Entscheidung", sagte Frings und fügte an: "Es gibt wichtigere Dinge als Geld oder das eigene Ego zu befriedigen. Ob ich nun das Trikot eines Superklubs trage oder nicht, ist egal. Wobei: ich trage bereits das Trikot eines Superklubs."

Am Dienstag teilte er Sportdirektor Klaus Allofs seine Entscheidung mit. Die wird vom Verein auch mit einer kräftigen Gehaltserhöhung honoriert, von einem Jahresverdienst von weit über drei Mill. Euro ist an der Weser die Rede. "Wir konnten einen hervorragenden Spieler weiter an uns binden", meinte Allofs und freute sich über den Coup. Die Entscheidung sei "ein Signal, dass Spieler trotz des Werbens der großen Klubs sich für Werder entscheiden". Und Trainer Schaaf meinte: "Wir können jetzt mit Kontinuität unsere gemeinsamen Ziele verfolgen."

Im Endspurt um die deutsche Meisterschaft ist damit bei Werder nach dem wochenlangen Transfergerangel zunächst wieder Ruhe eingekehrt, nachdem in der letzten Woche auch Torjäger Miroslav Klose mehr oder weniger freiwillig erklärt hat, seinen Vertrag bis 2008 zu erfüllen. Der 28-Jährige verhielt sich bei seinen Verhandlungen mit Bayern München unmittelbar vor dem Uefa-Cup-Spiel bei Espanyol Barcelona allerdings wesentlich ungeschickter als Frings.

Der Bremer Ersatzkapitän hat nach der Anfrage der "alten Dame" stets mit offenen Karten gespielt. Er ist mit Genehmigung des Vereins in die Hauptstadt des Piemont geflogen und hat sich ausführlich dort informiert. "Wir haben Torsten die Freiheit gegeben, sich mit der Offerte aus Turin auseinanderzusetzen", sagte Allofs, "wir finden es wichtig, dass ein Spieler mit ganzem Herzen bei Werder ist."

Das allerdings scheint bei Klose weniger der Fall zu sein. Der seit Wochen unter Form spielende Torjäger fühlt sich nach seinen Flirts mit Bayern und dem angeblichen Interesse des FC Barcelona in Bremen missverstanden: "Ich war schon sehr verwundert über einige Aussagen der Verantwortlichen", erklärte der Nationalspieler in Sport Bild, "es ist einfach, mich alleine als Sündenbock hinzustellen zu wollen."

© SID

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