Fußball Bundesliga
Werder zeigt Bayern die Grenzen auf

Werder Bremen hat das Spitzenspiel am achten Bundesliga-Spieltag gegen Bayern München souverän mit 3:1 (2:1) gewonnen. Die Hanseaten bleiben durch den Sieg Tabellenführer und liegen nun drei Zähler vor dem Rekordmeister.

Durch einen 3:1 (2:1)-Sieg im Spitzenspiel gegen Titelverteidiger Bayern München hat der deutsche Vizemeister Werder Bremen seine Tabellenführung in der Bundesliga erfolgreich verteidigt. Während die Hanseaten ihren Höhenflug durch den vierten Pflichtspielerfolg in Serie fortsetzten, mussten die in der Champions League bislang nur siegreichen Bayern auf nationaler Ebene schon die dritte Saisonpleite hinnehmen.

Diego bringt Werder in Front

Der Brasilianer Diego brachte die Platzherren mit seinem vierten Saisontor nach elf Minuten in Führung, Pierre Wome erhöhte auf 2:0 (34.). Mit dem 3 000. Bundesliga-Tor der Bayern seit dem Aufstieg 1965 verkürzte Roy Makaay zwar noch vor der Pause (37.), ehe Münchens Brasilianer Lucio mit einem Eigentor (62.) unfreiwillig für die Entscheidung zugunsten von Werder sorgte.

42 100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion sahen eine temporeiche erste Halbzeit, in der Bremen über weite Strecken eindeutig Chef im Ring war. Bereits nach 77 Sekunden musste Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn bei einem Kopfball von Werders Innenverteidiger Naldo all sein Können aufbieten. Kurz darauf verfehlte Torsten Frings das Bayern-Tor mit einem Fernschuss (5.), bevor es Diego dann besser machte. Der Spielmacher drosch den Ball aus 15 Metern wuchtig unter die Latte des Gäste-Gehäuses.

Nach etwa 20 Minuten zogen sich die Bremer, bei denen Trainer Thomas Schaaf zum 250. Mal bei einem Bundesliga-Spiel auf der Bank saß, ein wenig zurück und überließen den Münchnern mehr Raum im Mittelfeld. Doch weder Claudio Pizarro, der mit einem Lupfer die bis dahin größte Bayern-Chance (23.) hatte, noch Fernschüsse von Makaay (31.) und Bastian Schweinsteiger (32.) trafen ins Werder-Tor.

Wome überrascht Kahn per Freistoß

Stattdessen bauten die Gastgeber ihren Vorsprung aus. Wome traf per Freistoß aus 25 Metern und konnte damit sein erstes Bundesliga-Tor bejubeln. Drei Minuten später jedoch nutzte Makaay eine Unaufmerksamkeit in Bremens Hintermannschaft und erzielte den Anschlusstreffer.

Nach dem Seitenwechsel verlor die Begegnung, die in 93 Ländern weltweit live übertragen wurde, allerdings ein wenig an Fahrt. Werder reduzierte seine Offensivbemühungen, und den Bayern fehlte im Spiel nach vorn häufig das kreative und überraschende Element. Beim dritten Treffer der Platzherren fälschte Lucio mit der Fußspitze eine Linksflanke der Bremer für Kahn unerwartet aus mehreren Metern ins eigene Tor ab.

© SID

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