Fußball Bundesliga
Werder zeigt Bayern die Grenzen auf

In einem temporeichen Spitzenspiel hat Werder Bremen seine Spitzenposition verteidigt. Mit dem Sieg gegen den Rekordmeister untermauerten die Gastgeber aber auch ihre Ambitionen auf den Meistertitel. Vor allem in der Anfangsphase gelang den Bremern nahzu alles. Doch die Bayern zeigten Kampfgeist.

HB BREMEN. Durch den verdienten 3:1 (2:1)-Erfolg nach Toren von Diego (11. Minute), Pierre Womé (34.) sowie einem Eigentor von Lucio (62.) untermauerte der Vizemeister seine eigenen Titelambitionen. Den Bayern gelang vor 42 100 Zuschauern am Samstag im ausverkauften Weserstadion lediglich der zwischenzeitliche Anschluss durch Roy Makaay (37.) zum 1:2. Es war das 3 000. Tor der Bayern in der Bundesliga-Geschichte.

Die Bayern zeigten nach der verschlafenen Anfangsphase und dem 0:2-Rückstand zwar Moral und kämpften sich ins Spiel zurück, brachten sich aber durch das Eigentor selbst um die Chance auf einen Punktgewinn. Werder begann mit hohem Tempo, und es dauerte nur eine gute Minute bis zur ersten guten Möglichkeit. Im Anschluss an einen Eckball kam Naldo zum Kopfball, doch Oliver Kahn lenkte den Ball noch über die Latte.

Der überragende Torsten Frings leitete nach elf Minuten die Führung ein. Nach seinem klugen Pass schüttelte Diego Bayerns Abwehrchef Daniel van Buyten ab und überwand Kahn mit einem strammen Schuss an die Unterkante der Latte. Die Bayern brauchten 20 Minuten, um sich aus der Umklammerung zu befreien. Obwohl Felix Magath in Lukas Podolski, Roy Makaay und Claudio Pizarro erneut drei Angreifer aufgeboten hatte, kam der Titelverteidiger dem Werder-Tor nicht nahe.

Erst in der 23. Minute schnitt ein kluger Pass von Mark van Bommel die bis dahin sichere Werder-Abwehr auf und beinahe wäre Pizarro der Ausgleich geglückt. Doch den Lupfer des früheren Bremers konnte Per Mertesacker noch vor der Linie abfangen. Danach hatten Makaay (31.) und Schweinsteiger (32.) gute Möglichkeiten, doch mitten in der stärksten Bayern-Phase erhöhte Werder auf 2:0. Womé, in deutlich besserer Form als zuletzt, traf mit einem Freistoß aus 25 Metern. Bayern hatte in dieser kritischen Situation jedoch eine Antwort parat. Makaay überwand Tim Wiese mit einer gekonnten Direktabnahme aus dem Durcheinander.

Bei einem weiteren gefährlichen Versuch durch Pizarro konnte der Werder-Schlussmann gerade noch parieren (41.). Nach der Pause hatte Werder Mühe, das hohe Tempo aufrecht zu erhalten, und die Bayern schienen trotz einer insgesamt mäßigen Leistung dem Ausgleich immer näher zu kommen. Doch Lucios Eigentor nach Womé-Flanke besiegelte die dritte Saisonpleite des Rekordmeisters. Durch den Erfolg verdrängte Werder - zumindest bis zum Sonntag - in der ewigen Bundesliga-Tabelle den Hamburger SV vom 2. Platz hinter den Bayern.

Trainer Schaaf konnte seinen Kapitän Frank Baumann nach überwundenen Achillessehnenproblemen aufbieten, musste aber kurzfristig auf Christian Schulz verzichten. Der Mittelfeldspieler verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Jurica Vranjes ersetzt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%