Fußball Bundesliga
Wolf heuert in Kaiserslautern an

Wolfgang Wolf wird beim 1. FC Kaiserslautern Nachfolger des glücklosen Michael Henke. Das gaben die Pfälzer am Montagabend bekannt. Der 48-jährige Wolf erhält einen Vertrag bis 2008.

Nach der Entlassung von Michael Henke am vergangenen Samstag hat der 1. FC Kaiserslautern einen neuen Coach. Der erst am 31. Oktober beim 1. FC Nürnberg beurlaubte Wolfgang Wolf wird ab sofort auf der Trainerbank des Tabellen-Schlusslichts Platz nehmen. Das gaben die Pfälzer am Montagabend bekannt. Der 48-jährige Wolf, der als Spieler 248 Partien für den FCK bestritt, erhält einen Vertrag bis 2008 und soll die Mannschaft aus dem Tabellenkeller führen. Michael Henke hatte seinen Posten wegen anhaltender Erfolgslosigkeit nach dem 1:3 im Punktspiel gegen den "Club" räumen müssen. Auch FCK-Boss Rene C. Jäggi war daraufhin zurückgetreten.

Wolfgang Wolf kehrt in die Pfalz zurück

"Wir sind froh, dass wir schnell eine Einigung mit unserem Wunschkandidaten erzielen konnten", erklärte Teammanager Olaf Marschall nach der wegweisenden Personalentscheidung. Nach mehreren Gesprächen hatte der FCK-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Walter Ruda der Verpflichtung des 48 Jahre alten Ex-Profi der Lauterer schließlich zugestimmt. "Ich freue mich, wieder zurück zu sein. Natürlich ist das keine einfache Aufgabe. Aber wenn hier in der Region alle zusammenrücken, können wir gemeinsam den Klassenerhalt packen", kommentierte der frühere Abwehrspieler sein Comeback am Betzenberg. Wolf wohnt nur 50 km von seinem neuen Arbeitgeber entfernt und soll am Dienstagnachmittag offiziell vorgestellt werden. Danach wird der 48-Jährige erstmals das Training leiten. Für Wolf ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: "Ich bin Pfälzer, und natürlich hängt mein Herz an meinem Heimatverein."

Briegel bietet sich an

Der neue Coach entspricht Marschalls Ideal-Profil. "Wenn es gelingt, einen Trainer zu verpflichten, der aus der Pfalz stammt und Rückhalt bei den Fans hat, hätte das einen gewissen Charme", hatte der Ex-Profi schon vor der Entscheidung zugunsten von Wolf erklärt. Als weiter Kandidaten waren Werner Lorant, Klaus Toppmöller und Stefan Kuntz gehandelt worden. FCK-Idol Hans-Peter Briegel hingegen hatte ein Engagement als Trainer in der Pfalz ausgeschlossen. "Ich werde nie wieder ein bezahltes Amt in dem Verein annehmen", sagte Albaniens Nationalcoach. Briegel war nach einem Zerwürfnis mit dem scheidenden FCK-Boss Jäggi vor zwei Jahren aus dem Aufsichtsrat ausgetreten, bot aber für einen Neuanfang seine Hilfe an.

Eine Entscheidung über die neue Klubführung wird wohl erst am 14. Dezember fallen. Dann wählt die Mitgliederversammlung den neuen Aufsichtsrat, der anschließend den neuen Vorstand bestimmt. Als geeigneter Nachfolger von Jäggi gilt Geschäftsführer Hans-Peter Schössler von Lotto Rheinland-Pfalz. "Was den FCK betrifft, bin ich zu allem bereit", hatte Schössler unlängst betont.

© SID

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