Fußball Bundesliga
Wolfgang Wolf Favorit auf Trainerposten beim FCK

Beim 1. FC Kaiserslautern läuft die Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Trainer Michael Henke auf Hochtouren. Als heißer Kandidat gilt Wolfgang Wolf, der sogar in der Nähe des FCK-Stadions wohnt.

Beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern zeichnet sich bei der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Trainer Michael Henke eine schnelle Lösung ab. Heißester Kandidat ist Wolfgang Wolf. Mit dem ehemaligen Lauterer Fußball-Profi, der erst am 31. Oktober bei Ligakonkurrent 1. FC Nürnberg entlassen worden war, wurden bereits Gespräche aufgenommen.

"Wir werden versuchen, das mit Wolfgang Wolf zu lösen. Eine Entscheidung wird in den nächsten drei bis vier Tagen fallen", erklärte Rene C. Jäggi, der nach seinem Rücktritt am Samstag als Vorstands-Chef den Klub noch kommissarisch leitet: "Meine Rolle in der Trainersuche wird aber eine sehr passive sein. Das sollen Teammanager Olaf Marschall und der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Ruda entscheiden."

248 Spiele für den FCK

Wolf, der als Spieler 248-mal für den FCK auflief und nur 50km entfernt vom Fritz-Walter-Stadion wohnt, kündigte schon Bereitschaft an. "Ich bin Pfälzer, und natürlich hängt mein Herz an meinem Heimatverein", sagte der 48-Jährige der Bild und lässt sich offenbar auch vom Chaos bei den Roten Teufeln nicht abschrecken: "In Traditionsklubs geht es immer mal etwas wild zu." Schon im vergangenen Frühjahr stand Wolf beim FCK auf der Wunschliste, war damals aber noch in Nürnberg unter Vertrag.

"Wenn es gelingt, einen Trainer zu verpflichten, der aus der Pfalz stammt und Rückhalt bei den Fans hat, hätte das einen gewissen Charme", erklärte Marschall. Das trifft auch auf Klaus Toppmöller zu, der nach seiner Entlassung beim Hamburger SV nun schon seit mehr als einem Jahr ohne Job ist und ebenfalls bereitstünde. "Wenn jemand am Boden liegt, muss man helfen - egal, ob es ein Mensch ist oder in dem Fall der FCK", erklärte Toppi, der Rekordtorschütze der Pfälzer ist. Als weitere Kandidaten gelten zudem der Ex-Lauterer Stefan Kuntz, zurzeit Manager des Regionalligisten TuS Koblenz, und Werner Lorant.

FCK-Idol Hans-Peter Briegel schloss hingegen ein Engagement als Trainer in der Pfalz aus. "Ich werde nie wieder ein bezahltes Amt in dem Verein annehmen", sagte Briegel, der als Albaniens Nationalcoach tätig ist, der Rheinpfalz: "Wolf oder Toppi würden dem FCK gut tun."

Briegel: "Einige Mitglieder des Aufsichtsrats müssen gleich mitgehen"

Briegel, der vor zwei Jahren nach einem Zerwürfnis mit Jäggi und dem Aufsichtsrat erst aus dem Gremium und dann aus dem Verein ausgetreten war, bot aber seine Hilfe beim Neuanfang an. "Wenn der FCK eine andere Führung hat, werde ich wieder in den Klub eintreten und helfen. Aber nicht mit Ruda", erklärte der Ex-Nationalspieler, der seine Kritik an den verantwortlichen Personen erneuerte: "Jäggi hat nie auf Ratschläge gehört, jegliche Hilfe abgelehnt und hatte einen Aufsichtsrat, der alles abgenickt hat. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats müssen gleich mitgehen, weil es sonst zu keinem Neuanfang kommen kann."

© SID

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