Fußball Bundesliga
Wolfsburg hofft auf Südamerika-Fraktion

Zum Abschluss des fünften Bundesliga-Spieltages stehen heute zwei "graue Mäuse" unter Zugzwang. Der ambitionierte VfL Wolfsburg muss gegen Karlsruhe siegen, Berlin pocht in Duisburg auf den ersten Auswärtspunkt.

Für zwei ambitionierte Bundesligisten stehen zum Abschluss des fünften Spieltages heute Abend (17 Uhr) richtungsweisende Partien an. Der VfL Wolfsburg muss gegen den starken Aufsteiger Karlsruher SC siegen, um Anschluss an das vordere Tabellendrittel zu halten. Hertha BSC Berlin hofft beim MSV Duisburg unterdessen auf den ersten Auswärtspunkt der noch jungen Saison.

Grafite soll es richten

Nach einem durchwachsenen Saisonstart hoffen die Wolfsburger vor allem auf ihre neue brasilianische "Samba-Fraktion" mit Spielmacher Marcelinho sowie den Neuzugängen Josue und Grafite. Während Mittelfeldspieler Josue nach seinem Platzverweis aus dem Spiel gegen Schalke 04 (1:1) in die Mannschaft zurückkehrt, steht Angreifer Grafite vor seinem Debüt. Bei VfL-Trainer Felix Magath ist der neue Stürmer gesetzt. "Durch seine Torgefährlichkeit und seine Spielstärke ist er ein Fixpunkt in unserem Spiel nach vorne. Wir werden unsere Offensive an ihm ausrichten", sagt der Coach.

Nach nur einem Sieg aus den ersten vier Saisonspielen stehen die "Wölfe" bereits unter Druck. Deshalb ist die Ausrichtung klar: "Wir wollen das Spiel gewinnen. Schon deshalb, weil es für die Mannschaft wichtig wäre und Sicherheit für unser Spiel geben würde", meint Magath, der dabei personell aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Abwehrspieler Jan Simunek ist nach seinem Einsatz für die tschechische U21-Nationalmannschaft angeschlagen.

Zu einem erstmaligen Wiedersehen in der Bundesliga mit seinem Ex-Klub kommt es indes für VfL-Torwart Simon Jentzsch, der zwischen 1995 und 2000 sechs Erstliga- und 63 Zweitligaspiele für den KSC absolvierte. "In Karlsruhe habe ich meine ersten Fußstapfen in den Profibereich getan", sagt der Keeper, für den aber "nur die drei Punkte für den VfL" zählen. Auf der anderen Seite steht in Maik Franz ein Ex-Wolfsburger im Kader der Badener. Allerdings ist der Einsatz des Innenverteidigers wegen einer Oberschenkelzerrung fraglich. "Ich würde gerne an meiner alten Wirkungsstätte spielen, aber es wird eng", meint Franz.

Keine Verletzungssorgen hat derweil Hertha-Coach Lucien Favre, dessen Nationalspieler nach der Länderspielpause gesund nach Berlin zurückkehrten. "Es ist wichtig, dass alle fit sind. Wir brauchen jeden Spieler vor den englischen Wochen", so der Coach mit Blick auf die kommenden fünf Partien in nur zweieinhalb Wochen. In Duisburg soll zunächst einmal der erste Auswärtssieg her, nachdem man in den bisherigen zwei Partien auf des Gegners Platz noch ohne Punktgewinn und Torerfolg blieb. "Wir müssen jetzt auch auswärts mal etwas holen. Ein Sieg wäre schon sehr wichtig", erklärt Manager Dieter Hoeneß.

Bommer optimistisch

Das will der MSV allerdings verhindern. "Wir haben bisher in allen vier Spielen sehr engagiert gespielt und immer unsere Möglichkeiten gehabt. Wenn wir an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen, haben wir zumindest eine gute Chance, auch gegen Hertha nicht zu verlieren", meint Duisburgs Neuzugang Christian Tiffert. Auch Trainer Rudi Bommer rechnet sich gegen die Herthaner etwas aus: "Sie sind offensiv sehr stark, haben aber auch Schwächen. Die wollen wir nutzen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%