Fußball Bundesliga
„Wolfsburger Wunder“: Mit Vollgas zum Titel

Den VfL in seinem Lauf halten weder Bayern noch Schwaben auf. Ganz Wolfsburg ist felsenfest davon überzeugt, dass das Team von Felix Magath das Fußball-Märchen vollenden und am kommenden Wochenende die deutsche Meisterschale in den Händen halten wird. Klar ist schon jetzt: Zum großen Finale gegen Werder soll es kein Taktieren geben.

HB HANNOVER. "Wir haben das erste Endspiel souverän gewonnen. Nun wollen wir auch das letzte gewinnen und Meister werden", versprach Torjäger Edin Dzeko nach der 5:0 (3:0)-Gala bei Hannover 96 mit einer breiten Brust, die kaum durch das Eingangsportal der AWD Arena passte. Dem Werksclub, der noch vor zwei Jahren nur knapp dem Abstieg entronnen war, genügt zum Ausklang einer sensationellen Saison daheim gegen Werder Bremen ein Punkt zum ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte.

Dzeko sorgte einmal mehr im Zusammenspiel mit seinem ebenso unwiderstehlichen Sturmpartner Grafite dafür, dass die Ausgangsposition nach dem höchsten Wolfsburger Auswärtssieg der Bundesliga-Geschichte so komfortabel ist. Drei Treffer (14./54./79. Minute) - eines schöner als das andere - steuerte der bosnische Angreifer zum Tor-Festival beim hoffnungslos unterlegenen Landesrivalen bei. Die beiden übrigen erzielte Grafite (33./36.) und baute den stolzen Rekord weiter aus. 51 Tore (Grafite/26, Dzeko/25) haben Stürmer eines Vereins in einer Liga-Saison gemeinsam noch nie erzielt.

Da war schon ein gehörige Portion Euphorie am Platze. Insbesondere natürlich bei den beiden Protagonisten, die sich auf dem Platz blind verstehen wie kein zweites Angriffspaar der deutschen Eliteliga und deren kongeniales Zusammenwirken nur ein Ziel kennt: Das Tor. "Das war heute ein Superspiel - eine große Leistung", befand der Brasilianer nach dem neuerlichen Gala-Auftritt, der den "Wölfen" schon mal den sicheren Einzug in die Champions League bescherte.

Keine Angst vor dem Druck

Damit ist deren Appetit aber keinesfalls gestillt. "Wir wollen gegen Werder so auftreten wie heute. Dann werden wir auch deutscher Meister", glaubt Verteidiger Marcel Schäfer. Den weiter wachsenden Druck fürchtet der Nationalspieler ebenso wenig wie seine Mannschaftskameraden. "Der war in den vergangenen Spielen schon groß, der war heute groß. Wir haben gezeigt, dass wir damit umgehen können. Wir haben es endgültig in unserer Hand und lassen uns das nicht mehr nehmen", verkündete Zvejzdan Misimovic, die dritte Säule in der stärksten Offensive der Liga.

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