Fußball Bundesliga
Wütende Fans stören "Fohlen"-Training massiv

Sowohl bei Borussia Mönchengladbach aus der Bundesliga als auch bei Zweitligist 1. FC Köln ist das Training am Samstag von aufgebrachten Fans gestört worden. Bei den "Fohlen" musste sogar die Polizei anrücken.

Die zuletzt schwachen Leistungen sowohl beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach als auch beim Zweitligisten 1. FC Köln geht Anhängern beider Klubs jetzt offensichtlich endgültig zu weit. Am Samstag machten aufgebrachte Fußball-Fans ihrem Unmut lautstark Luft und störten die Trainingseinheiten der Teams vor den Punktspielen am Sonntag.

Polizei musste eingreifen

In Mönchengladbach nebelten rund 200 Anhänger mit bengalischen Feuern und Rauchbomben den Trainingsplatz am Borussia-Park ein und drückten mit vielen Transparenten ihren Frust über die prekäre Lage des abstiegsbedrohten Traditionsklubs aus. Neben den Spielern ("Scheiß Söldner", "So nicht", "Kämpfen statt verpissen") richteten sich die Aufschriften der Transparente gegen Sportdirektor Peter Pander ("Pander raus"). Es musste sogar die Polizei anrücken, um die Situation zu beruhigen.

"Ich kann die Fans verstehen. Und ich hoffe, die Mannschaft tut das auch", wird Gladbachs Trainer Jos Luhukay am Sonntag im Express zitiert, der dort aber auch um die Unterstützung der Fans für die Partie am Abend gegen Werder Bremen bat.

Ähnliche Szenen wie in Mönchengladbach spielten sich fast zeitgleich auch in Köln ab, wo rund 30 aufgebrachte FC-Anhänger das Trainingsgelände am Geißbockheim stürmten. FC-Trainer Christoph Daum hatte eine nicht öffentliche Trainingseinheit anberaumt. Vor Wochenfrist hatten die Kölner ein 0:5-Debakel bei Rot-Weiss Essen erlitten.

Sinkiewicz und Cullmann beruhigen Fans

Mit den erzürnten Anhängern wäre es am Samstag fast zu Handgreiflichkeiten gekommen, bevor einige Spieler wie Kapitän Lukas Sinkiewicz und Ex-Spielführer Carsten Cullmann die verärgerten Fans noch vor dem Eintreffen der Polizei beschwichtigten, so dass diese das Gelände verließen. Der zwischenzeitlich von Trainer Daum nach Aussage des Zeugwartes angedachte Umzug ins Stadion war deshalb nicht mehr nötig.

Im Express bat Daum die Fans um mehr Ruhe. "Egal, wie beschämend das Spiel in Essen war, jetzt muss Schluss sein. Wir haben doch alles getan, ich habe hart kritisiert, die Spieler haben sich mit Fan-Vertretern ausgetauscht", meinte Daum vor dem Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen den SC Paderborn: "Heute war ja gar nicht zu reden, das war ein aufgebrachter Mob. Ruhe ist jetzt erste Bürgerpflicht, so können wir nicht arbeiten."

© SID

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