Fußball Bundesliga
Zittersieg auf Schalke: VfB bleibt im Rennen

Der VfB Stuttgart bleibt auf der Zielgeraden im packenden Meisterrennen dem Spitzentrio auf den Fersen und kann weiter vom Titelgewinn träumen. Auf Schalke konnte auch der Ausfall von Torjäger Mario Gomez die Schwaben nicht stoppen. Allerdings war ohne „Super-Mario“ längst nicht alles super beim VfB. Die Königsblauen können derweil die Saison endgültig als Enttäuschung abhaken.

mr/HB GELSENKIRCHEN. Die Schwaben siegten bei Schalke 04, die ihrem künftigen Trainer Felix Magath keine Schützenhilfe im Meisterschaftskampf leisteten, 2:1 (1:1) und lauern nach nun acht Spiele ohne Niederlage mit 61 Punkten hinter dem Führungsduo des VfL Wolfsburg (63) und Bayern München (63) sowie Hertha BSC (62) als Vierter der Fußball-Bundesliga weiter auf den nächsten Titel-Coup nach 2007. „Der Sieg war heute ganz wichtig. Wenn andere patzen, wollen wir die Chance nutzen“, sagte VfB-Trainer Markus Babbel.

Der im Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw für die Asien-Reise der Nationalmannschaft stehende Cacau (15. Minute) und Gomez-Ersatz Ciprian Marica (57.) erzielten vor 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Schalke-Arena die Tore für die Stuttgarter, die mit dem Sieg 22 von 24 möglichen Punkten aus den vergangenen acht Spielen holten und den ersten Sieg auf Schalke seit elf Jahren einfuhren. Während sich Schalker, für die Ivan Rakitic mit einem direkt verwandelten Freistoß für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (39.) sorgte, mit der dritten Niederlage in Serie endgültig aus dem Rennen um einen Europapokal- Platz verabschiedeten, behält der VfB zwei Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschale im Blick und kann zudem praktisch schon für das internationale Geschäft planen. „Jetzt können wir befreit aufspielen. Wir wollen nun genauso engagiert gegen Cottbus auftreten und dann sehen, was am letzten Spieltag bei den Bayern noch möglich ist“, sagte Babbel, der sich auch über den „fast sicheren Europacup-Platz“ freute. Schalkes Interimscoach Mike Büskens hatte eine „engagierte Leistung“ seines Teams gesehen: „Die Stuttgarter waren effektiver und haben deshalb heute verdient gewonnen.“

Dabei hatte VfB-Coach Babbel kurz vor dem Anpfiff mit einer echten Hiobsbotschaft aufwarten müssen, als er den Verzicht auf Gomez verkünden musste. Der Nationalstürmer, mit 23 Saisontreffern der erfolgreichste Stuttgarter Torjäger der Bundesliga-Geschichte, leidet seit Dienstag an Adduktorenproblemen. „Es ist schade, er war in guter Verfassung, aber ich brauche Spieler, die 100 Prozent Gas geben können“, begründete der Trainer die Entscheidung. Gomez litt auf der Bank mit. „Draußen zu sitzen, ist schlimmer, als mitzuspielen“, sagte der Nationalspieler: „Ich hätte mit einer Spritze spielen können, aber ich wollte kein Risiko für die letzten beiden Spiele eingehen.“

Ob er im Meister-Schlussspurt mit den verbliebenen Spielen gegen Energie Cottbus (16. Mai) und beim FC Bayern München (23. Mai) sowie im Kampf um die Torjägerkrone (23 Tore) noch einmal eingreifen kann, konnte Gomez vier Tage nach seinem Vierer-Pack gegen Wolfsburg noch nicht sagen. „Ob es für Samstag reicht, weiß ich nicht, aber ich hoffe darauf.“

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