Fußball Bundesliga
Zürich bestätigt Raffael-Wechsel zur Hertha

Nach Angaben des Schweizer Erstligisten FC Zürich hat Hertha BSC Berlin den 22-jährigen Brasilianer Raffael verpflichtet. Hertha-Manager Dieter Hoeneß wollte den Deal nicht bestätigen: "Auf uns wartet viel noch Arbeit."

Die Transfer des Brasilianers Raffael zu Bundesligist Hertha BSC Berlin ist nach Angaben des FC Zürich unter Dach und Fach. Wie der Schweizer Meister auf seiner Internet-Seite vermeldete, hätten sich die Klubs auf einen "sofortigen Wechsel" verständigt. Über die Transfermodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

"Es ist ein großer Schritt getan. Mehr nicht."

Herthas Manager Dieter Hoeneß wollte sich an seinem 55. Geburtstag für den Transfer nach wochenlangem Poker allerdings nicht feiern lassen. "Es ist ein großer Schritt getan. Mehr nicht. Auf uns wartet in dieser Sache noch viel Arbeit", sagte Hoeneß. Der Manager wies auf den Gesundheitscheck des Spielers und die Einigung hin, die Hertha mit Raffael treffen müsse.

Ganz anders äußerte sich da Zürichs Vereinspräsident Ancillo Canepa, der den Transfer bestätigte: "Wir haben eine gute Einigung für beide Vereine und auch für den Spieler getroffen." Bei der Ablösesumme habe man sich "in der Mitte" getroffen. Zürich verlangte zuletzt 5,5 Mill. Euro, Hertha wollte 4,5 Mill. Euro zahlen.

Laut Canepa hätten die Klubs zudem "erfolgsorientierte Zahlungen" vereinbart. Falls Hertha in die Champions League kommt oder Raffael für viel Geld an einen anderen Verein transferiert wird, soll der Schweizer Meister profitieren. Zürich selbst will den sportlichen Verlust durch die Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers Dusan Djuric kompensieren, der bereits einen Vertrag bis 2012 unterschrieben hat.

Raffael soll bereits am Montag zur medizinischen Untersuchung nach Berlin kommen. Der technisch versierte Brasilianer gilt seit langem als Wunschspieler von Herthas Coach Lucien Favre, der den FC Zürich bis zum vergangenen Sommer trainiert hatte. Der 22-Jährige erzielte in 77 Ligaspielen 39 Tore und war in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich am Gewinn der beiden Meistertitel von Zürich beteiligt.

© SID

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