Fußball Bundesliga
Zukunft von Marcelinho unklar

Herthas Brasilianer stiften wieder einmal Unruhe. Während Nationalspieler Gilberto seine private Situation in Berlin beanstandet, schließt Mittelfeldregisseur Marcelinho einen Wechsel nicht mehr kategorisch aus.

Bundesligist Hertha BSC Berlin kommt auch während des Trainingslagers in Marbella einfach nicht zur Ruhe - die Brasilianer Marcelinho und Gilberto sind daran nicht ganz unschuldig. Während Nationalspieler Gilberto seine unglückliche private Situation in Berlin als mögliches Problem artikulierte, äußerte Marcelinho erstmals Wechselabsichten nach Ende seines bis 2007 datierten Vertrages.

"Ich denke momentan nicht darüber nach, meinen Vertrag zu verlängern", sagte Marcelinho. Bislang hatte der 30-Jährige stets betont, er wolle seine Laufbahn bei den Berlinern "am liebsten bis 2011" fortsetzen. Marcelinho sagte, er könne sich sowohl einen Wechsel nach Spanien vorstellen, aber auch innerhalb der Bundesliga zu Klubs wie dem Hamburger SV, Bayern München, Schalke 04, Werder Bremen oder Bayer Leverkusen.

Manager Dieter Hoeneß spielte die Aussagen Marcelinhos herunter. Er habe erst vor wenigen Wochen seine Absicht zum Bleiben erklärt, man solle diese Sätze nicht so ernst nehmen. Allerdings wirkt Marcelinho in den vergangenen Wochen innerhalb der Mannschaft zunehmend isoliert, nachdem er von Teamkollegen öffentlich kritisiert worden war, so dass sich seine Ansichten möglicherweise geändert haben.

"Ich denke, die mögen mich"

Seinen Status innerhalb des Kaders sieht Marcelinho trotz seiner zahlreichen Kapriolen jedenfalls nicht beschädigt. "Ich denke, die mögen mich", sagte er. Immerhin signalisierte der Brasilianer Gesprächsbereitschaft: "Wenn ein Angebot von Hertha gemacht wird, werden wir natürlich darüber reden."

Im Fall Gilberto darf sich Hertha Hoffnungen machen, dass der brasilianische Nationalspieler seinen Vertrag bis 2008 erfüllen wird. Das sagte er der Bild-Zeitung. Gilberto schloss aber eine überraschende Wendung nicht aus: "Im Fußball ist alles möglich." Der 29-Jährige vermisst seine Familie, die vor einigen Monaten zurück nach Südamerika gezogen ist.

© SID

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