Fußball Bundesliga
Zuschauer-Boom in der Bundesliga erwartet

Der Fußball-Boom hält weiter an. Die Bundesliga will in der kommenden Saison die Zuschauer-Schallmauer durchbrechen: Der 350 000 000. Besucher seit der Gründung der Liga wird erwartet.

Der Fußball-Boom hält auch weiterhin in den deutschen Stadien an. Die Bundesliga erwartet, dass in der kommenden Saison einen neuer Zuschauer-Rekord aufgestellt wird. In der 45. Spielzeit wird der 350 000 000. Zuschauer seit Gründung der Liga erwartet.

Für das Erreichen dieser Marke müssten mindestens 11 194 949 Fans in die Stadien zwischen Rostock und München strömen. Nach den Kalkulationen der 18 Teams (im Schnitt: 36 806 Fans) sollte dies spätestens am 34. Spieltag so weit sein.

Zuschauerkrösus der Saison 2007/2 008 dürfte erneut Borussia Dortmund werden. Erwartet werden beim BVB rund 74 000 Anhänger pro Spiel. Allein 50 000 Dauerkarten wurden verkauft. "Das ist hier ein regelrechter Boom. Man hat offenbar Vertrauen in unsere Neuzugänge", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Bei besonders hohem Andrang könnte der Champions-League-Sieger von 1997 sogar dem englischen Meister Manchester United (zuletzt 75 900 Zuschauer im Schnitt) den Titel des bestbesuchten Vereins in Europa streitig machen.

Auf 17 ausverkaufte Heimspiele und damit auf einen neuen Vereinsrekord hoffen die Verantwortlichen von Rekordmeister Bayern München, obwohl überraschenderweise offiziell nur mit 60 000 Zuschauern im Schnitt kalkuliert wurde. Doch schon der große Fan-Andrang zum Trainingsauftakt zeigte das hohe Zuschauerinteresse für das Starensemble um die prominenten Neuzugänge Miroslav Klose, Luca Toni und Franck Ribery, das die Massen in die Arena locken soll.

Neue Stars locken die Fans

"Natürlich haben wir nicht irgendwelche Spieler geholt, sondern Spieler mit Weltruf. Das schlägt sich auch in der Begeisterung nieder", sagte Bayerns Manager Uli Hoeneß und hofft noch auf eine Steigerung der Euphorie, wenn die Bundesligasaison beginnt.

Als einziger Verein der Liga hat Vizemeister Schalke 04 überhaupt keine Zuschauerkalkulation formuliert. Begründung: Die Arena (61 482 Plätze) ist immer nahezu ausverkauft, und nur die Auslastung des Gästebereichs variiert geringfügig.

"Wir verwalten einen Mangel. Die Nachfrage nach Karten übersteigt das Angebot bei weitem. Wir hätten allein für die kommende Saison 10 000 Dauerkarten mehr verkaufen können", sagte Schalke-Geschäftsführer Peter Peters, der allein 43 190 Saisontickets absetzte.

Dennoch muss ligaweit für die kommende Spielzeit durch die Abwesenheit des Traditionsvereins Borussia Mönchengladbach insgesamt mit einem Zuschauerrückgang gerechnet werden. In den Borussen-Park strömten in der vergangenen Saison trotz des Abstiegs immerhin durchschnittlich 47 488 Anhänger pro Begegnung. Solche Fanmassen erwarten die Aufsteiger Karlsruher SC (25 000), MSV Duisburg (22 000) und Hansa Rostock (20 000) nicht.

Schlusslicht im Interesse der Zuschauer dürfte erneut Energie Cottbus sein. Die Lausitzer rechnen nur mit 16 000 Besuchern pro Spiel. Um diese Zahl demnächst zu steigern, wird derzeit im Stadion der Freundschaft die Stehplatztribüne auf der Nordseite neu errichtet und gänzlich überdacht. "Unser oberstes Ziel ist es, die Atmosphäre und den Komfort im Stadion zu verbessern", sagte Energie-Präsident Ulrich Lepsch.

© SID

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