Fußball Champions-League
Ballack und Chelsea steuern auf Final-Kurs

Michael Ballack und der FC Chelsea dürfen vom erneuten Einzug in das Finale der Champions League und dem erstmaligen Gewinn der europäischen Fußball-Krone träumen. Dank einer disziplinierten Defensiv-Leistung und überragenden Vorstellung von Torhüter Petr Cech kam der englische Ex-Meister drei Wochen nachdem der FC Barcelona den FC Bayern München nach allen Regeln der Fußball-Kunst im Champions-League-Viertelfinale vorgeführt hatte am Dienstagabend im Halbfinal-Hinspiel zu einem 0:0 beim spanischen Topfavoriten und schuf sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 6. Mai.

HB BARCELONA. Chelsea hat nun im Rückspiel am Mittwoch in einer Woche die besseren Karten im Kampf um den Einzug ins Endspiel am 27. Mai in Rom als Barcelona. Im zweiten Halbfinale stehen sich am Mittwoch im Hinspiel Titelverteidiger Manchester United und der FC Arsenal gegenüber (20. 45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere).

Vor 93 000 Zuschauern im Estadio Camp Nou war vor allem in den ersten 45 Minuten nichts von dem Traumfußball zu sehen, den die Stars Lionel Messi, Samuel Eto'o, Thierry Henry oder Andres Iniesta noch im Viertelfinale gegen Bayern München zelebriert hatten. Damals hatten die Katalanen zur Halbzeit bereits mit 4:0 geführt. Vielmehr zeigte der letztjährige Finalist aus London, wie den Ballzauberern aus Barcelona beizukommen ist: Mit ganz viel Kampf, noch viel mehr körperlichem Einsatz und dem nötigen Quäntchen Glück. Chelseas Trainer Guus Hiddink setzte auf strikte Defensive. Der deutsche Nationalmannschaftskapitän Ballack spielte zusammen mit John Obi Mikel zentral vor der Abwehr.

Barcelona tat sich äußerst schwer gegen die kompakten Gäste. Weder durch die Mitte noch über die Flügel kamen die Hausherren in den Strafraum Chelseas, das die Räume geschickt eng machte. Die Spanier kamen deshalb nicht in Schwung. Zwar blieb der Ball lange in ihren Reihen, doch beim Abschluss haperte es. Chelsea hielt die Hausherren fast über die gesamte Spielzeit weit weg vom Strafraum und verhinderte so, dass die Spanier überhaupt torgefährlich werden konnten. So waren Distanzschüsse von Eto'o (18.), Messi (20.), Xavi (28.) und Henry (31. und 34.) das einzig Nennenswerte aus Sicht der Katalanen.

Die größte Möglichkeit hatte sieben Minuten vor der Pause sogar Chelsea nach einem verunglückten Rückpass von Rafael Marquez. Didier Drogba nahm den Ball auf und scheiterte zweimal an Barca-Keeper Victor Valdez. Ballack sah nach einem harten Tackling vom deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) die Gelbe Karte. Es war die zweite für den England-Legionär im laufenden Wettbewerb. Sollte der DFB-Kapitän im Rückspiel noch einmal verwarnt werden, wäre er im Fall der Fälle im Finale nicht dabei.

Der DFB-Kapitän hatte im zweiten Durchgang dann die zweite gute Möglichkeit für die Gäste, sein Kopfball ging allerdings über das Tor (48.). Danach spielte aber weiter nur der FC Barcelona., der allerdings kurz darauf Marquez auswechseln musste, der sich ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie verletzte. Scheinbar mit dem Mute der Verzweiflung berannten die Hausherren, die am Samstag in der spanischen Meisterschaft beim Tabellenzweiten Real Madrid antreten müssen, das Chelsea-Tor. Dabei rückte Chelseas Torhüter Cech immer mehr in den Mittelpunkt, der tschechische Nationalkeeper verhinderte mit guten Paraden mögliche Tore durch Dani Alves (62.) und vor allem Eto'o (69.). In der 74. Minute kam Henry im Strafraum der Londoner zu Fall, Jose Bosingwa hatte offenbar am Trikot des Franzosen gezupft. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Stark blieb aber aus. Die eingewechselten Bojan Krkic und Aliaksandr Hleb hatten kurz vor dem Ende noch zwei gute Möglichkeiten.

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