Fußball Champions-League
"Barca" braucht Sieg in Sofia, auch Inter zittert

Titelverteidiger FC Barcelona droht in der "Todesgruppe" der Champions League mit Werder Bremen und dem FC Chelsea bereits am vorletzten Spieltag das vorzeitige Aus. Auch Italiens Spitzenreiter Inter Mailand zittert.

Zwei große Namen, ein klares Ziel: Den Titel in der Champions League. Doch sowohl bei Titelverteidiger FC Barcelona als auch bei Inter Mailand hat bereits am vorletzten Spieltag der Gruppenphase das große Zittern begonnen. Insbesondere bei "Barca" geht vor dem Spiel bei Lewski Sofia die Angst um, als erster Titelverteidiger überhaupt bereits in der Vorrunde der "Königsklasse" auszuscheiden.

Dies wäre bereits heute Abend der Fall, wenn das Team von Trainer Frank Rijkaard in Sofia nicht gewinnt - und Werder Bremen gleichzeitig in Gruppe A den FC Chelsea mit DFB-Kapitän Michael Ballack bezwingen würde. Chelsea-Teammanager Jose Mourinho kündigte zwar an, in Bremen seine stärkste Formation aufbieten und punkten zu wollen. Allerdings machte er auch deutlich, "dass es nicht unser Problem ist, wenn Barcelona scheitern sollte".

Puyol: "Wir müssen und werden gewinnen"

Doch daran denkt bei "Barca" niemand. "Wir müssen und wir werden gewinnen, damit es gegen Bremen zu einem Endspiel kommt", sagte Kapitän Carles Puyol. Im letzten Gruppenspiel empfängt der spanische Champion den deutschen Vizemeister. Allerdings gilt laut Rijkaard zunächst die "volle Konzentration" dem Spiel in Sofia: "Wir schauen nur auf uns und nicht nach Bremen."

Die Katalanen plagen vor dem Auftritt in Bulgarien weiterhin erhebliche Sturmsorgen. Nach den Ausfällen von Samuel Eto´o, Lionel Messi und Javier Saviola steht in Eidur Gudjohnsen nur ein echter Stürmer im Aufgebot. Entsprechend wittert Lewski, noch ohne Punkt und im Hinspiel in Barcelona beim 0:5 deklassiert, eine kleine Chance. "Wir werden unser bestes Spiel machen und möchten dem Titelverteidiger die Party verderben", meinte Klub-Besitzer Todor Batkow.

Inter muss gegen Sporting siegen

Neben Barcelona steht auch Italiens Meister Inter Mailand vor dem Heimspiel der Gruppe B gegen Sporting Lissabon unter erheblichem Druck. Mit einem Sieg wäre Inter zwar durch. Sollte dieser aber nicht gelingen, droht Inter angesichts des schweren Auswärtsspiels zum Gruppen-Finale bei Bayern München am 5. Dezember das Aus. Entsprechend hat Inter-Boss Massimo Moratti sein Starensemble vor der Partie gegen die Portugiesen in die Pflicht genommen.

"Das ist ein sehr wichtiges Spiel. Die Champions League ist für uns das, was wirklich zählt. Ich hoffe, dass die Mannschaft auf dieses Ziel fokussiert ist und das auch realisiert", sagte Moratti, dessen Team im bisherigen Saisonverlauf in der Champions League den hohen Ansprüchen noch nicht gerecht werden konnte.

In der Serie A liegt die Mannschaft von Roberto Mancini aber als Tabellenführer drei Punkte vor dem schärfsten Verfolger US Palermo. Da am Wochenende für Inter auch noch das Spitzenspiel gegen Palermo bevorsteht, ist beim italienischen Traditionsklub von einer Woche der Wahrheit die Rede.

Rom mit guter Ausgangslage

Wesentlich entspannter stellt sich die Situation für den AS Rom dar. Angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf Rang drei dürfte der "Roma", die am Mittwoch in Gruppe D bei Schachtjor Donezk antritt, der Achtelfinal-Einzug kaum mehr zu nehmen sein. Der FC Valencia hat sich in Gruppe D für die Runde der letzten 16 bereits qualifiziert.

Ebenfalls weiter sind neben dem FC Bayern (Gruppe B) bereits der FC Liverpool und der PSV Eindhoven in Gruppe C. Für die beiden punktgleichen Teams geht es am Mittwoch im direkten Duell allerdings noch um den Gruppensieg.

Komfortabel ist die Ausgangsposition auch für den FC Chelsea. Der englische Meister könnte sich angesichts des 2:0 im Hinspiel gegen Werder im Rückspiel sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied erlauben und stünde trotzdem im Achtelfinale. Dennoch meinte Mourinho: "Wir können in Bremen nicht mit einem B-Team auflaufen. Wir werden das Spiel seriös angehen." Auch auf das Spitzenspiel in der Premier League am nächsten Sonntag gegen Manchester United will der Chelsea-Coach keine Rücksicht nehmen.

© SID

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