Fußball Champions-League
Barca-Stars warnen vor Überheblichkeit gegen Milan

Der FC Barcelona muss heute gegen den AC Mailand den 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel des Champions-League-Halbfinales verteidigen. Die Gastgeber wollen sich zudem für die 0:4-Finalpleite vor zwölf Jahren revanchieren.

Während viele Fans bereits Tickets nach Paris gebucht haben, drücken die Profis des FC Barcelona vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League auf die Euphorie-Bremse. Heute Abend (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) empfangen die Katalanen den AC Mailand und können nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel den Endspiel-Einzug perfekt machen. Gleichzeitig winkt die Gelegenheit zur Revanche für die bittere 0:4-Pleite im Finale von Athen vor zwölf Jahren. Knapp 100 000 Zuschauer werden das Estadio Nou Camp einmal mehr in einen Hexenkessel verwandeln.

Die vielen Anhänger haben prophylaktisch bereits Flug und Hotel zum Endspiel am 17. Mai in Paris gebucht. Doch Mittelfeld-Ass Deco, der im ersten Duell in San Siro auf Grund einer Sperre nicht dabei sein konnte, warnt vor Überheblichkeit. "Das Spiel zu Hause ist schwerer für uns als das in Mailand. Wir müssen 100-prozentig konzentriert zu Werke gehen, wenn wir weiterkommen wollen. Milan muss gewinnen und wird versuchen, uns unter Druck zu setzen. Wir dürfen ihnen aber nicht so viele Chancen geben wie im Hinspiel", meinte der Portugiese.

Kraftersparnis durch Spielausfall

Am 18. Mai 1994 hatten die Lombarden im Champions-League-Finale die damals favorisierten Barca-Stars nach allen Regeln der Kunst entzaubert - das hochgelobte Offensiv-Konzept der Katalanen brachte keinen Erfolg, Milan demontierte Barcelona förmlich. Nun winkt Barca der erstmalige Einzug ins Endspiel der Königsklasse seit der Demontage von ´94.

Trainer Frank Rijkaard ist froh, dass seine Mannschaft auf Grund des Spielausfalls am Wochenende in Sevilla Kraft sparen konnte. "Wir haben keine Energien verschwendet", meinte der Niederländer, der im zweiten Semifinalduell auf die verletzten Lionel Messi und Olguer verzichten muss. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des schwedischen Stürmers Henrik Larsson (Oberschenkelzerrung).

Angeschlagenes Trio wieder fit

Aber auch Milan-Coach Carlo Ancelotti hat Personalsorgen. Abwehrchef Alessandro Nesta laboriert an einer Adduktorenzerrung, die er im Ligaspiel gegen Messina (3:1) am vergangenen Wochenende erlitten hatte. Spielmacher Kaka und Abwehrspieler Cafu sowie der ukrainische Top-Torjäger Andrej Schewtschenko können dagegen sicher auflaufen. Das Trio hatte sich in Messina ebenfalls leicht verletzt. Der brasilianische Weltmeister Cafu verlängerte unterdessen seinen Vertrag bei den Rossoneri um ein Jahr bis zum 30. Juni 2007.

Großer Hoffnungsträger bei den Lombarden ist Bayern-Schreck Filippo Inzaghi. Im Hinspiel fehlte er wegen einer Virus-Infektion, in der Olympiastadt von 1992 bildet er zusammen mit Schewtschenko den Milan-Traumsturm. Ancelotti hat seine Spieler auf die Königsklasse eingeschworen: "Ich bin der festen Überzeugung, dass es für uns leichter ist, die Champions League zu gewinnen als den Scudetto in Italien."

Rekordmeister Juventus Turin rangiert immer noch drei Zähler vor Milan. Ancelotti: "Sie haben es selbst in der Hand, vorne zu bleiben, aber wir können in Barcelona gewinnen. Das ist der Unterschied." Geleitet wird das Duell der Giganten von Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach).

© SID

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