Fußball Champions-League
Bremen siegt im Hinspiel dank Almeida und Jensen

Werder Bremen hat das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League 2:1 (0:1) gegen Dinamo Zagreb gewonnen. Hugo Almeida (46.) und Daniel Jensen (85.) trafen beim Heimsieg der Hanseaten.

Die beiden Joker Hugo Almeida und Daniel Jensen haben Werder Bremen die Hoffnung auf die vierte Champions-League-Teilnahme in Folge erhalten. Der Portugiese (46.) und der Däne (85.) erzielten die Treffer zum schmeichelhaften 2:1 (0:1)-Sieg der Hanseaten im Hinspiel der entscheidenden dritten Qualifikationsrunde zur "Königsklasse" gegen Dinamo Zagreb.

Dennoch genügt den Kroaten im Rückspiel in 14 Tagen im heimischen Maksimir-Stadion nun ein 1:0, um die Überraschung perfekt zu machen und den deutschen Vertreter auszuschalten. Torjäger Bosko Balaban (45.) hatte die vor allem vor der Pause starken Gäste in Führung gebracht.

"Nach der ersten Halbzeit mussten wir etwas ändern, das hat einfach nicht gepasst. Danach lief es besser, das Tor hat uns auch Selbstvertrauen gegeben. Wir können aber momentan einfach keinen Zauberfußball bieten", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. Torschütze Jensen meinte: "Es wird jetzt ganz schwer für uns. Ich hoffe, wir können uns steigern." Tim Wiese haderte vor allem mit der ersten Halbzeit. "Wir haben sehr viele verletzte Leistungsträger, aber so etwas Konfuses wie in der ersten Halbzeit darf uns nicht passieren", meinte der Werder-Torwart.

In der Tat zeigte die Schaaf-Elf vor der Pause vor 26 136 Zuschauern die wohl schwächste Leistung im heimischen Weserstadion seit vielen Jahren. In der durch zahlreiche Verletzungen und eine gestörte Vorbereitung gebeutelten Mannschaft lief so gut wie nichts zusammen. Es gab keinen konstruktiven Spielaufbau, Neuzugang Carlos Alberto wirkte wie ein Fremdkörper, und zahlreiche Fehlpässe unterbrachen immer wieder jeden Ansatz von Spielrhythmus.

Zudem ging die Maßnahme von Trainer Thomas Schaaf, in Leon Andreasen und Frank Baumann zwei defensive Mittelfeldspieler aufzubieten, überhaupt nicht auf. Beide Spieler fanden überhaupt nicht in die Partie. Auch der 19 Jahre alte Stürmer Kevin Schindler, der den Vorzug vor Markus Rosenberg erhalten hatte, rechtfertigte seine Aufstellung nicht.

Die Gäste aus der kroatischen Hauptstadt zeigten sich dagegen als kompakte und technisch versierte Mannschaft, die Werder schon im Spielaufbau störte und jederzeit mutig ihre Chance zum wichtigen Auswärtstor suchte. So hatte Kaptän Luka Modric bereits in der 25. Minute die Chance zur Führung, seinen 20-Meter-Schuss lenkte Torwart Tim Wiese gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Wiese verhinderte auch gegen Balaban (44.) einen Gegentreffer. Sechs Minuten zuvor vergab der Mittelstürmer bereits kläglich freistehend vor dem Bremer Tor.

Koch bei Sanogo-Kopfball auf dem Posten

Der deutsche Torwart Georg Koch musste dagegen lediglich in der 30. Minute in einer brenzligen Situation eingreifen, als Boubacar Sanogo frei zum Kopfball kam. Ansonsten verlebte der ehemalige Duisburger eine weitgehend ruhige erste Hälfte. Das änderte sich, als Schaaf zum zweiten Durchgang den lange verletzten Almeida sowie Jensen für Schindler und Andreasen einwechselte. Almeida sorgte bereits nach 23 Sekunden für den umjubelten Ausgleich. Sanogo nahm einen Rückpass eines Verteidigers auf und schickte den Portugiesen steil, der im zweiten Versuch Koch überwand.

Werder wirkte nun aggressiver und attackierte früher. Klare Gelegenheiten gab es dennoch nur wenige. Die beste Chance hatte erneut Almeida, der in der 64. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern Koch prüfte. Kapitän Baumann traf in der 65. Minute aus zwölf Metern freistehend das Tor nicht. Auf der anderen Seite blieben die Gäste bei ihren Kontern jederzeit gefährlich. So verpasste Modric in der 55. Minute ein weiteres Tor, in der 62. klärte Wiese gegen Sammir.

© SID

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