Fußball Champions-League
Chelsea mit Personalsorgen nach Liverpool

Die Ausfälle von Michael Ballack und Ricardo Carvalho sowie der schwache Auftritt beim 2:2 gegen Bolton machen den FC Chelsea zum Außenseiter im Halbfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Liverpool.

Auch ohne den frisch operierten Michael Ballack will der FC Chelsea erstmals in das Endspiel der Champions League einziehen. Dabei müssen die "Blues" heute (20.45 Uhr) beim FC Liverpool an der Anfield Road gleich zwei Topstars ersetzen und dennoch den dünnen 1:0-Hinspielerfolg verteidigen.

Neben Nationalmannschafts-Kapitän Ballack, der sich am Freitag in München einer Operation am lädierten linken Knöchel unterzog, muss Chelseas Teammanager Jose Mourinho am Tag der Arbeit auch auf den am Knie verletzten Star-Verteidiger Ricardo Carvalho verzichten.

"Ricardo ist unser bester Verteidiger"

"Wir haben ohne Ricardo in der Liga an der Anfield Road verloren. Jetzt fällt er wieder aus. Das ist ein großer Rückschlag, denn er ist unser bester Verteidiger", meinte Mourinho, der die Favoritenrolle damit dem Champions-League-Sieger von 2005 überließ.

Mourinho wäre aber nicht Mourinho, wenn er nicht im gleichen Atemzug Gründe für einen Final-Einzug seines Teams finden würde. Das enttäuschende 2:2 in der Premier League gegen die Bolton Wanderers und das bei nunmehr fünf Punkten Rückstand auf Manchester United damit voraussichtlich verbundene Ende aller Meisterträume weckte beim Star-Trainer Erinnerungen an die Halbfinal-Niederlage in der "Königsklasse" gegen Liverpool vor zwei Jahren. Nach einem 0:0 im Hinspiel reichte Liverpool zu Hause ein 1:0.

Bolton als Orakel

"Wir haben damals gegen Liverpool das Halbfinale verloren, nachdem wir zwei Tage zuvor gegen Bolton gewonnen und den Titel in der Premier League geholt haben. So wie es aussieht, haben wir in der Meisterschaft in diesem Jahr gegen Bolton wichtige Punkte liegen gelassen, dafür gewinnen wir nun gegen Liverpool und ziehen ins Finale ein", meinte Mourinho, der sich aufgrund dieser Theorie gleich eine Retourkutsche von Liverpools Verteidiger Daniel Agger einfing: "Was Jose Mourinho sagt, ignorieren wir. Manche lachen sogar darüber."

Da Ballack am Dienstag gegen Liverpool nicht auflaufen kann, ist zumindest ausgeschlossen, dass er sich wie vor dem WM-Finale 2002 in Japan und Korea im Halbfinale eine Gelbsperre einhandelt. Allerdings wären auch Angreifer Didier Drogba sowie Ballack-Ersatz und Hinspiel-Torschütze Joe Cole bei einer weiteren Verwarnung für das Finale in Athen gesperrt.

© SID

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