Fußball Champions-League
Doch Visum-Pflicht für englische Fans

Die Besucher des rein englischen Champions-League-Finals in Moskau werden, entgegen Bürgermeister Lyschkows Behauptung, nun doch ein Visum für die Einreise nach Russland benötigen.

Entgegen der vollmundigen Ankündigung des Moskauer Bürgermeisters Juri Lyschkow und der Bitte von Uefa-Präsident Michel Platini brauchen die englischen Fußball-Fans, wie das Auswärtige Amt Russlands in einem offiziellen Statement bekannt gab, im Zuge des Champions-League-Finals am 21. Mai in Moskau für die Einreise nach Russland nun doch ein Visum.

"Die genauen Bedingungen für die Einreise nach Russland werden bekanntgegeben, sobald beide Finalteilnehmer feststehen. Wir können versichern, dass alle Visa-Anfragen der Fans, die ihr Team in Moskau unterstützen wollen, schnellstmöglich bearbeitet werden. Zudem möchten wir unterstreichen, dass unsere Visa-Prozedur für englische Anhänger sehr viel leichter ist, als die Forderungen der britischen Botschaft an russische Fans, wenn diese nach England reisen wollen", hieß es in dem Statement.

Das Finale der Königsklasse am 21. Mai werden nach dem 1:0-Rückspielerfolg von Manchester United gegen den FC Barcelona definitiv zwei englische Teams bestreiten. Im zweiten Halbfinale am Mittwochabend standen sich die Premier-League-Klubs FC Chelsea und FC Liverpool gegenüber.

Die beiden Finalisten erhalten für ihre Anhänger je 23 500 Tickets. Damit die Visa-Anfragen aus England schnellstmöglich bearbeitet werden können, will die russische Botschaft in London ihr Personal in den kommenden Tagen deutlich aufstocken.

Am Morgen sagte Bürgermeister Lyschkow noch Einreise ohne Visum zu

Noch am Mittwochmorgen hatte Moskaus Bürgermeister Lyschkow erklärt, dass die englischen Fans ohne Visum und nur mit Hilfe der Eintrittskarte in Russland einreisen könnten. "Uefa-Präsident Michel Platini hat uns gebeten, alles dafür zu tun, dass die Zuschauer ein Visum erhalten. Wir haben uns daraufhin entschieden, dass die Fans der beiden Final-Teilnehmer das Spiel ohne Einreise-Visum besuchen können", hatte Lyschkow erklärt, bevor er vom russischen Ministerium zurückgepfiffen wurde.

Uefa-Sprecher William Gallard reagierte unterdessen gelassen und erklärte, dass spätestens bis Ende der Woche Klarheit darüber herrsche, wie die Einreisebestimmungen für die englischen Anhänger aussehen werden. "Die Russen haben große Flexibilität bewiesen. Wir hoffen, in den nächsten 48 Stunden den Fans eine vereinfachte Visa-Prozedur anbieten zu können, damit sie ohne Probleme nach Moskau reisen können", sagte Gaillard.

© SID

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