Fußball Champions-League
Duell der Giganten im Estadio Nou Camp

Das Duell der Giganten zwischen dem FC Barcelona und dem FC Chelsea im Estadio Nou Camp überstrahlt heute Abend den vierten Spieltag in der Champions League. "Barca" steht nach der Hinspielschlappe unter Druck.

Mit Respekt, aber auch breiter Brust reist der FC Chelsea mit Michael Ballack zum Top-Spiel der Champions League heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) beim FC Barcelona. "In jeder Saison gibt es ganz besondere Spiele. Das ist eines davon. Ein Sieg über "Barca" würde uns enormes Selbstvertrauen geben", sagte Ballack, der mit seinem zweiten Liga-Treffer am Wochenende den "Blues" zum 2:0-Sieg bei Sheffield United verhalf.

Mit drei Siegen aus drei Spielen führt der englische Meister in der Champions League die Gruppe A vor Barcelona (4 Punkte) und Werder Bremen (4) an. Doch auch die weiteren Spiele am vierten Spieltag der "Königsklasse" am Dienstag (Gruppe A-D) und Mittwoch (E-H) versprechen Hochspannung, zumal erste Entscheidungen anstehen.

Duell der Giganten im Estadio Nou Camp

Für das Duell der Giganten im Estadio Nou Camp sind die Karten nach Meinung des deutschen Nationalmannschaftskapitäns klar verteilt: "Barca ist der Favorit, weil sie zu Hause spielen." Gleichzeitig stehen die Vorzeichen für die eigene Mannschaft günstig: "Barcelona steht nach der Niederlage im Hinspiel unter enormen Druck. Wir können die Partie beruhigt angehen."

Bei so viel Zuversicht passt es ins Bild, dass Chelseas Teammanager Jose Mourinho auf den möglichen Ausfall seiner Super-Stürmer Andrej Schewtschenko (Muskelprobleme) und Didier Drogba (Fußprellung) gelassen reagierte: "Im Hinspiel gegen Barcelona haben wir ohne unsere zwei ersten Torhüter gespielt. Nun ist es vielleicht Zeit, ohne zwei Stürmer zu spielen und trotzdem zu gewinnen." Am Nachmittag absolvierten die beiden Weltklasse-Torjäger in Barcelona aber problemlos das Abschlusstraining.

Barcelona muss nach dem 0:1 im Hinspiel und dem 1:1 von Bremen gewinnen, um nicht von den Norddeutschen abgefangen zu werden. Die Historie spricht für die Katalanen, die als erste Mannschaft den Champions-League-Triumph wiederholen wollen: Chelsea konnte in fünf Europapokal-Spielen seit 1966 noch nie im Nou Camp gewinnen. "Barca"-Trainer Frank Rijkaard, 1989 und 1990 als Spieler mit dem AC Mailand Sieger im Europapokal der Landesmeister, sieht seine Mannschaft nach dem 3:0 am Wochenende gegen Recreativo Huelva auf einem guten Weg: "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Man hat gesehen, welche große Bedeutung Ronaldinho für uns hat", lobte er Ronaldinho. Der Brasilianer erzielte zwei Tore, hatte zuvor wegen schlechter Form viele Fragen aufgeworfen.

Liverpool gegen Girondins Bordeaux

Wie Chelsea will der FC Liverpool (7 Punkte/Gruppe C) am Dienstag einen großen Schritt Richtung Achtelfinale unternehmen. Die "Reds" gelten zu Hause gegen Girondins Bordeaux als Favorit, auch wenn die Wechselgerüchte um Steven Gerrard wie Störfeuer wirken. Der Mittelfeldspieler hat Probleme mit Coach Rafael Benitez und soll den Klub im Januar verlassen. "Die Zeitungen versuchen uns immer, Geschichten anzudichten", reagierte Benitez auf die Meldungen über Gerrard und schimpfte auf die Presse.

In der Gruppe D könnte der FC Valencia (9 Punkte) mit einem Sieg über Schachtjor Donezk den Einzug in die K.o-Runde bereits perfekt machen. Und auch der Tabellenzweite AS Rom (6 Punkte) wäre mit einem "Dreier" zu Hause gegen Olympiakos Piräus und bei einer gleichzeitigen Niederlage von Donezk nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen.

Zur zweiten Hälfte des vierten Spieltages am Mittwoch hält Manchester United (9 Punkte/Gruppe F) alle Trümpfe in der Hand. Nach dem 4:0-Sieg in der Liga bei den Bolton Wanderers und dem Triumphzug von Jung-Star Wayne Rooney mit einem Hattrick genießt der Champions-League-Sieger von 1999 wieder Oberwasser. Ein Sieg beim FC Kopenhagen würde "Manu" zum Weiterkommen reichen.

Lyon mit einem Bein im Achtelfinale

In der Gruppe E hat Olympique Lyon (9 Punkte) seine Fühler Richtung K.o.-Runde weit ausgestreckt. Mit einem Sieg gegen Dynamo Kiew sind die Franzosen so gut wie durch. Real Madrid (6 Punkte) ist als Tabellenzweiter nach dem 0:2-Patzer am ersten Spieltag in Lyon auf einen Sieg zu Hause gegen Steaua Bukarest angewiesen. In den Gruppen G und H liegen die Teams noch eng beisammen. Der FC Arsenal (6 Punkte) darf sich mit seinem deutschen Keeper Jens Lehmann im Spitzenduell gegen Zska Moskau (7 Punkte) keinen weiteren Ausrutscher erlauben und hofft auf eine Niederlage vom FC Porto beim abgeschlagenen Hamburger SV. In der Gruppe H liegt Top-Favorit AC Mailand (7 Punkte) zwar in Front, doch eine Heimpleite gegen den RSC Anderlecht würde die Norditaliener um Platz eins bringen, sollte der OSC Lille (5 Punkte) seine Partie bei AEK Athen gewinnen.

© SID

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