Fußball Champions-League
Ernst warnt Schalke vor Chelsea-Spiel

Bundesligist Schalke 04 weiß um die Qualität des FC Chelsea. Vor dem heutigen Aufeinandretreffen in der Champions League (20.45 Uhr) an der Stamford Bridge hat Fabian Ernst seine Mitspieler erneut gewarnt.

Schalke 04 ist vor dem Champions-League-Duell mit der Millionen-Truppe des FC Chelsea gewarnt. "Wir müssen aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt. Jeder weiß, dass das auf Schalke schnell passieren kann", sagte Fabian Ernst. Der Nationalspieler weiß, dass für den Vizemeister ohne eine deutliche Leistungssteigerung bei den "Blues" an der Londoner Stamford Bridge heute (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) kaum etwas zu holen sein wird.

"Wir müssen jetzt eine Schippe drauflegen, jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen. Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften der Welt", sagte Ernst. Nur ein Punkt aus den Spielen gegen die Aufsteiger Karlsruher SC (0:2) und Hansa Rostock (1:1) hat den Mittelfeldspieler offenbar nervös gemacht. Er wird mit Erleichterung registriert haben, dass er bei den Teamkollegen mit seinen Forderungen nicht auf taube Ohren stieß.

"In London wissen wir, was uns erwartet. Da wird jeder Fehler gnadenlos bestraft. Jeder Einzelne von uns muss sich den Arsch aufreißen, wenn wir dort etwas holen wollen", sagte Jermaine Jones, und Gerald Asamoah fügte hinzu: "Wir dürfen uns von Chelsea nicht beeindrucken lassen. Trondheim hat dort auch einen Punkt geholt. Das muss mindestens unser Ziel sein." Torwart Manuel Neuer gelobte nach seinem schweren Patzer in Rostock Besserung: "Ich werde versuchen, mich noch mehr zu konzentrieren und meine beste Leistung abzuliefern. Ich freue mich auf das Spiel."

Slomka mag Außenseiterrolle

Trainer Mirko Slomka scheint sich in der Rolle des Außenseiters gegen den dreimaligen englischen Meister besonders wohl zu fühlen. Er habe keine Angst vor Chelsea, ebenso wenig wie die Mannschaft: "Wir werden uns auch da gut präsentieren."

Bei einem Sieg in London winkt den Schalkern (3 Punkte), die bereits bei Rosenborg Trondheim gewannen (2:0), die Tabellenführung in der Gruppe B. Bei einer Niederlage könnten hingegen Chelsea (4) und der FC Valencia (3), der am Mittwoch in Trondheim (1) antritt, den Königsblauen enteilen. Dann wäre das Ziel der Schalker, beim dritten Auftritt in der Königsklasse erstmals die Gruppenphase zu überstehen, in weite Ferne gerückt.

Krstajic nach sieben Wochen zurück

Im zentralen Mittelfeld hat Slomka die Wahl zwischen dem zuletzt müden Ivan Rakitic und Carlos Grossmüller, im Sturm zwischen dem Rostock-Torschützen Asamoah und dem konterstarken, aber formschwachen Peter Lövenkrands. Christian Pander (Oberschenkelprobleme) und Stürmer Halil Altintop (Muskelfaserriss) traten die Reise nach London gar nicht erst an. Abwehrspieler Mladen Krstajic steht nach siebenwöchiger Verletzungspause wieder im Kader.

Beim FC Chelsea haben sich die Wogen nach der Trennung von Trainer Jose Mourinho vor einem Monat wieder etwas geglättet - zumal auch Torjäger Didier Drogba von seinen Abwanderungsgedanken ("Nichts und niemand kann mich davon abhalten") nichts mehr wissen will.

"Ich bedaure diese Aussagen sehr. Ich bin ein Chelsea-Spieler und werde zu 100 Prozent zu meinem Teammanager, meinen Kollegen und meinem Klub stehen", sagte Drogba, der damit auch auf Schmusekurs zu Mourinho-Nachfolger Avram Grant ging. Der israelische Teammmanager, der gegen Schalke auf seine beiden verletzten Abwehrspieler John Terry und Ashley Cole verzichten muss, machte unterdessen deutlich, dass ihm Siege allein nicht mehr genügen: "Wir müssen Spiele gewinnen, aber wir müssen dies mit positivem Fußball erreichen. Heutzutage geht's im Fußball um Unterhaltung."

© SID

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