Fußball-Champions League
Erst ein Bayern-Sieg und dann zum Papst

Beistand von oben: Papst Franziskus lädt den FC Bayern zur Privataudienz. Zuvor sollen drei Punkte gegen den AS Rom her. Doch der zeigt sich formstark. Derweil hofft Schalke auf den ersten Sieg in der Königsklasse.
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RomProfane Arbeit vor der Privataudienz bei Papst Franziskus: Der AS aus Rom könnte die Bayern nach eher schmeichelhaften Aufgaben in der Bundesliga vor echte Probleme stellen. Anders als gegen die Bremer Torschussverweigerer, die Manuel Neuer nicht prüften, erwartet der seit 748 Vereinsminuten ungeschlagene Nationaltorwart in der Champions League mehr Arbeit: „Da wird uns Einiges entgegenkommen.“

„Es wird ein schweres, ein interessantes Spiel“, prophezeite auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge . „Ich denke mal, in den zwei Spielen gegen Rom fällt möglicherweise auch eine Vorentscheidung, was die Tabellensituation betrifft“, sagte der Bayernchef vor dem Duell mit den Römern in der Champions League.

Bereits vor dem Abflug nach Rom äußerte Rummenigge Vorfreude auf den Besuch im Vatikan. „Es ist etwas ganz Außergewöhnliches, dass ein Club dort eine Privataudienz angeboten bekommt. Es wäre schön, wenn wir dort hingehen und auch etwas am Abend vorher aus dem Stadion mitnehmen könnten“, sagt Rummenigge. Die Münchner werden Papst Franziskus beim Treffen am Mittwochvormittag „sicherlich ein Trikot“ und ein „außergewöhnliches Geschenk“ überreichen, kündigte Rummenigge an.

Die Bayern möchten ihrerseits mit drei Punkten aus dem Match gegen Rom dem Papst ihre Aufwartung machen. „Für uns als Fußballmannschaft ist das Treffen mit dem Papst natürlich eine große Ehre, allerdings sind wir hauptsächlich wegen dem Fußball hier“, betonte Thomas Müller am Montagabend im Teamhotel. Auf dem Weg in die Nobelherberge wurde der frühere Römer Mehdi Benatia von einigen Roma-Fans ausgebuht; die anderen Bayern-Stars und Chefcoach Pep Guardiola wurden hingegen mit viel Beifall empfangen.

„Ich freue mich, hier wieder zu sein“, sagte Guardiola, der in der Saison 2002/03 viermal in der Serie A und einmal in der Champions League als Aktiver für den AS Rom spielte. In fließendem Italienisch absolvierte Guardiola die Pressekonferenz und sammelte in seiner alten Heimat Sympathiepunkte.

In dem Spiel sieht er eine gute Chance: „Wir haben eine große Gelegenheit, einen großen Schritt nach vorne zu machen, um uns für das Achtelfinale zu qualifizieren.“ Es sei wichtig, aus den verbleibenden Spielen „ausreichend Punkte“ zu holen, damit der „schöne erste Platz“ in München bleibe, forderte Rummenigge. Nach zwei Spieltagen führen die Bayern die Gruppe E mit sechs Punkten vor dem AS Rom mit vier Punkten an.

Von einer „super Ausgangslage“ sprach auch Kapitän Philipp Lahm. „Die wollen wir sicher nicht herschenken“, bekräftigte der Doppeltorschütze beim 6:0 gegen Bremen am vergangenen Wochenende. Nach den knappen 1:0-Erfolgen gegen Manchester City und bei ZSKA Moskau wollen die Münchner ihren Spitzenplatz festigen. Die Bilanz spricht für die Münchner: In lediglich einem ihrer vergangenen elf Auswärtsspiele in der Königsklasse musste der FC Bayern eine Niederlage hinnehmen. In den vergangenen vier Bundesligaspielen trafen sie 16 Mal.

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