Fußball Champions-League
Fandel nimmt Bayern-Schiedsrichter in Schutz

Nach dem verweigerten Handelfmeter im Spiel zwischen Bayern München und Girondins Bordeaux hat Herbert Fandel den portugiesischen Schiedsrichter Pedro Proenca verteidigt.

Der frühere Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel hat Verständnis für die Entscheidung des Unparteiischen Pedro Proenca (Portugal) gezeigt, der im Champions-League-Spiel von Bayern München am Dienstagabend gegen Bordeaux (0:2) ein Handspiel eines Girondins-Profis im eigenen Strafraum nicht geahndet hatte.

"Ich kann verstehen, dass die Meinungen in diesem Fall auseinandergehen und die Emotionen hochkochen, aber nur wenn der Spieler eindeutig absichtlich mit der Hand zum Ball geht, wäre dies zu ahnden", sagte Fandel dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Fandel tendiert eher zur Auslegung von Proenca, der nach dem Handspiel von Bordeaux-Verteidiger Michael Ciani vor der Torlinie nach einem Schuss von Miroslav Klose weiterspielen ließ. "Der Spieler hat sich in den Schuss geworfen und den Ball aus kürzester Entfernung an die Hand bekommen. In so einem Fall ist es schwer, Absicht zu unterstellen", erklärte Fandel, der nach dem Ende seiner Referee-Karriere im Sommer 2009 Mitglied im Schiedsrichterausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist.

Hitzfeld: "Elfmeter und Rot!"

Nach Ansicht des Schweizer Nationaltrainers Ottmar Hitzfeld, hätte Schiedsrichter Proenca auf Strafstoß entscheiden und Ciani die Rote Karte zeigen müssen. "Absicht oder nicht: Er verhindert damit ein Tor. Der Ball wäre über die Linie gegangen und somit war das für mich ein klarer Elfmeter und eine Rote Karte, weil der Spieler ein klares Tor verhindert hat", sagte der frühere Münchner und Dortmunder Meistercoach als Experte des Pay-TV-Senders Sky.

Laut Hitzfeld hat es sich um eine spielentscheidende Szene gehandelt: "Das wäre ein riesen Handicap gewesen für Bordeaux, somit wäre Bayern zu 90 Prozent als Sieger vom Platz gegangen." Auch Bayern-Trainer Louis van Gaal sah die eigene Mannschaft durch die Entscheidung benachteiligt. "Das hätte einen Elfmeter geben müssen. Das sind Kleingkeiten, die ein Spiel entscheiden", sagte der Niederländer.

© SID

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