Fußball Champions-League
FC Bayern verspielt Gruppensieg

Bayern München hat im Fernduell gegen Juventus Turin erneut den Kürzeren gezogen und nur als Gruppenzweiter das Achtelfinale in der Champions League erreicht. Der deutsche Meister kam zum Abschluss der Vorrunde nur zu einem 1:1 (1:1) beim FC Brügge und musste den italienischen Rekordmeister, der bei Rapid Wien souverän gewann, noch vorbeiziehen lassen. Damit treffen die Bayern in der Runde der letzten 16 (21./22. Februar und 7./8. März) auf einen vermeintlich schwereren Gegner wie beispielsweise den FC Barcelona, gehen aber einem Duell mit Real Madrid oder dem FC Chelsea vorerst aus dem Weg.

Einen klaren Sieg hatte Bayern-Trainer Felix Magath vor dem Duell gegen den 13-maligen belgischen Meister gefordert. Mehr als der Führungstreffer durch Claudio Pizarro (21.) sprang für das Starensemble von der Isar gegen eine bessere B-Elf von Brügge - Coach Jan Ceulemans veränderte sein Team auf sechs Positionen - allerdings nicht heraus. So schaffte vor 28 000 Zuschauern im Jan-Breydel-Stadion der Spanier Javier Portillo (33.) noch vor der Pause den Ausgleich.

Bayern fehlt der letzte Biss

Insgesamt taten die Münchner zu wenig, um im Wettschießen mit Juventus mithalten zu können. Damit haben die Bayern wie im Vorjahr gegenüber "Juve" das Nachsehen. Im Achtelfinale muss die Magath-Elf somit gegen einen der acht Gruppensieger zunächst zu Hause antreten. "Wir müssen am Ende mit dem zweiten Platz zufrieden sein", resümierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ein wenig enttäuscht.

Den Bayern fehlte vor dem Tor der Belgier, die die Europacup-Saison im Uefa-Cup fortsetzen, der letzte Biss, der letzte Wille. Bezeichnend war im ersten Durchgang das Auftreten von Torjäger Roy Makaay, der ein Totalausfall war und zur Pause gegen Paolo Guerrero ausgewechselt wurde. Der Niederländer erarbeitete sich nicht eine Torchance.

München im zweiten Durchgang bemühter

Torchancen blieben in den ersten 45 Minuten ohnehin Mangelware. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzte aber Pizarro zur Bayern-Führung. Der in der Bundesliga gesperrte Sebastian Deisler brachte einen Freistoß aus halblinker Position präzise auf den Elfmeter-Punkt, von wo aus der Peruaner per Hinterkopf vollendete. Unerklärlicherweise gab der deutsche Rekordmeister danach die Fäden ein wenig aus der Hand, so dass der ehemalige Schalker Bundesliga-Profi Sven Vermant (22.) und Ersatzkapitän Philippe Clement (28.) die ersten Möglichkeiten für die Gastgeber hatten. Die Leichtfertigkeit der Bayern wurde dann in der 33. Minute bestraft, als Portillo mit einem gefühlvollen Schuss aus 22 Metern in den Torwinkel erfolgreich war.

Im zweiten Durchgang waren die Bayern ein wenig bemühter, dennoch blieb vieles Stückwerk. Großchancen erarbeiteten sich nur Pizarro, der einen wuchtigen 25-m-Schuss an die Latte setzte (70.), und der eingewechselte Bastian Schweinsteiger (75.).

© SID

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