Fußball Champions-League
Frings und Co. mit voller Fahrt gegen Lazio

Nach zwei Pleiten in der "Königsklasse" muss Werder Bremen gegen Lazio Rom unbedingt dreifach punkten, um noch im Rennen um die Achtelfinal-Tickets zu bleiben. Torsten Frings ist optimistisch: "Wir nehmen Fahrt auf."

Alles andere als ein Sieg wäre für Werder Bremen heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) im zweiten Champions-League-Heimspiel gegen Lazio Rom eine sportliche Katastrophe. "Jeder weiß, worum es geht, wir müssen diese Partie gewinnen", fordert Werder-Sportdirektor Klaus Allofs. Schließlich steht das Tabellenschlusslicht der Vorrundengruppe C nach zwei Auftaktniederlagen bei Real Madrid und gegen Olympiakos Piräus bereits mit dem Rücken zur Wand.

Zwar reichte den Hanseaten vor zwei Jahren nach zwei Auftaktniederlagen ein Remis am dritten Spieltag am Ende noch zur Qualifikation für das Achtelfinale, doch darauf mag man sich an der Weser nicht verlassen. Allofs: "Da müssten wir schon ziemlich abenteuerliche Rechnungen aufstellen, wie wir noch weiterkommen würden."

Auch Sanogo ist optimisch

Der Aufschwung in der Liga, der die Hanseaten mittlerweile wieder bis auf den zweiten Tabellenplatz gespült hat, kommt da als zusätzliche Motivation gerade recht. "Ich glaube immer noch an die Qualifikation, wir sind definitiv gut genug dafür", behauptet Torjäger Boubacar Sanogo, zusammen mit seinem portugiesischen Sturmkollegen Hugo Almeida bislang einziger Werder-Torschütze in der Königsklasse.

Helfen soll beim überlebenswichtigen Sieg die deutlich entspannte Personalsituation bei den Norddeutschen. Nachdem die Nationalspieler Torsten Frings und Tim Borowski bei der unerwarteten 1:3-Heimniederlage gegen den vermeintlichen Außenseiter Piräus noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, stellen sie drei Wochen später wieder eine echte Verstärkung da. Frings: "Wir nehmen Fahrt auf."

Fragezeichen hinter Einsatz von Fritz

Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Clemens Fritz. Der Offensiv-Verteidiger klagte über Probleme mit dem Sprunggelenk. Den Gästen fehlt definitiv der verletzte Spielmacher Stefano Mauri. Lazio-Coach Delio Rossi, dessen Team noch ungeschlagen ist und Topfavorit Real Madrid immerhin ein 2:2 abtrotzte, will das aber nicht als etwaige Entschuldigung gelten lassen: "Nun müssen alle anderen eben noch ein bisschen mehr leisten."

Einen Rekord aber hat der zweimalige nationale Champion schon vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Olegario Benquerenca sicher: Lazio-Torhüter Marco Ballotta ist mit 43 Jahren der älteste Keeper, der je in der Champions League zwischen den Pfosten stand. Sein Ersatzmann Nestor Muslera aus Uruguay war beim Profidebüt von Ballotta vor 22 Jahren noch gar nicht geboren.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%